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Leben in Fülle: Es muss doch mehr als alles geben!

Zwettl, 26.09.2017 (dsp) „Menschen schauen immer nach dem Dahinter und Darüber, dies ist auch die Freiheit des Menschen“ meinte Prof. Kurt Finger bei der Herbstkonferenz der Katholischen Männerbewegung (KMB) im Bildungshaus Stift Zwettl. Im Unterschied zum Tierreich wäre der Mensch quasi dazu verdammt, dem Leben einen Sinn zu geben. „Dabei sind wir alle nach etwas aus, das uns Orientierung gibt“, so der Religionspädagoge.

„Wir sind alle Bürger dreier Welten: der Natur, der Kultur und der Transzendenz“, so Finger. Der Begegnungscharakter spiele eine wesentliche Rolle, weil Begegnung immer ein Geschenk sei. Dabei spiele auch die befreiende, rettende und helfende Begegnung mit Jesus eine Rolle. „Das Denken an Gott lässt uns nicht los, weil es mehr geben muss. Doch auch Gott lässt uns nicht los“, sagte Finger in seinem Referat. Er empfiehlt beim Hl. Augustinus Anleihe zu nehmen: „Beim ‚von Gott‘ reden gehört auch ‚mit Gott‘ reden dazu. Deshalb hat Augustinus auch viele seiner Reden in Gebetsform geschrieben.“

Die Vermarktung der religiösen Grundstruktur finde man beispielhaft auch in der Werbung. Bei Obstregalen im Supermarkt seien oft Spiegel angebracht, damit das Angebot noch größer erscheine. Die Tourismusindustrie bediene sich der „Sehnsucht des Ankommens“. „Die Pilgermassen dazu zeigen sich an den Staus auf den Autobahnen und Zufahrtsstraßen“, erläutert der langjährige Professor an der religionspädagogischen Akademie.

Prof. Finger ermutigte zum Abschluss die Teilnehmer: „Christsein bedeutet: Wir können grenzenlos glücklich sein. Wir können absolut furchtlos sein. Christsein bedeutet aber auch immer in Schwierigkeiten und Herausforderungen zu sein.“

In Impulsgruppen wurden die Leitsätze der KMB auf ihre praktische Umsetzung für Männer und die Pfarren behandelt. Die Katholische Männerbewegung will mit ihren Angeboten die volle Entfaltung des Menschen fördern. Dabei wurde betont, dass die Kirche vor Ort die Zusammenarbeit mit anderen gesellschaftspolitischen Gruppen suchen soll. „Christsein ist grenzenlos“ betonte KMB-Obmann Leopold Wimmer. Dies gelte auch für eine partnerschaftliche Entwicklungszusammenarbeit. Die Katholische Männerbewegung wird sich 2017/18 intensiv mit dem Jahresthema „Leben in Fülle“ aus den verschiedensten Blickwinkeln auseinandersetzen.

Foto (Michael Scholz): Prof. Kurt Finger, KMB-Obmann Leopold Wimmer, Doris Weixelbraun und der stv. KMB-Obmann Ing. Karl Toifl.