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Kleinkind-Pädagogik-Pionierin M. Schörl wird ein Denkmal gesetzt

Foto: Doris Kloimstein, Elternbildnerin, Bischof Klaus Küng, Hildegard Schaup, Soroptimist International, mit einem Archivfoto von M. Schörl

St. Pölten, 15.09.2017 (dsp) St. Pölten steht im Zeichen der großen Pionierin der Kleinkindpädagogik, Mater Margarete Schörl. Vom 27. bis zum 29. September lädt die Fachstelle BEF (Beziehung-Ehe-Familie) der Diözese St. Pölten zu den "Schörl-Tagen". Anlässlich ihres 105. Geburtstages wird ihr zu Ehren bei einem Festakt bei der Bundesbildungsanstalt für Sozialpädagogik und Elementarpädagogik eine Büste enthüllt. Geschaffen wurde das Kunstwerk von der Bildhauerin Tanja Jetzinger-Kössler. Die Schörl Tage sind gleichzeitig die Startveranstaltung des Erasmus-EU-Projektes.

An der Enthüllung nehmen u.a. Bildungslandesrätin Barbara Schwarz, Bürgermeister Matthias Stadler und Hildegard Schaup, Präsidentin von Soroptimist International St. Pölten Allegria, teil. Dass das Wirken von Schörl weiterlebt, zeigen schon die vielen Persönlichkeiten, die sich für das Weiterwirken des pädagogischen Erbes von Schörl einsetzen. Am Abend wird um 17:30 Uhr im Maria Ward Haus (Lilienhof) eine Gedenkmesse mit Diözesanbischof Klaus Küng gefeiert. Die Bevölkerung ist herzlich dazu eingeladen.

Diese Schörl-Tage sind gleichzeitig die Startveranstaltung eines EU-Projektes mit Partnern aus Deutschland (Katholische Erwachsenenbildung Niedersachsen in Kooperation mit Caritas-Verband Hannover; Schörl-Kitas) und Italien (Montessori COOP Bozen, Südtirol). EU-Projektleiterin ist Doris Kloimstein von der Fachstelle BEF der Diözese St. Pölten. Fachpädagogische Kooperationspartnerin ist die St. Pöltner Sonderkindergartenpädagogin an der BAfEP, Anna Ruschka.

Am Abend des 27. Septembers gibt es im Anschluss der Heiligen Messe ein Kamingespräch mit Dir. i.R. Christine Gubitzer und weiteren Zeitzeugen sowie den Teilnehmer/innen eines EU-Projektes und allen an der Pädagogik nach M. Margarete Schörl Interessierten.

Am 28. September gibt es von 14 bis 17 Uhr im St. Pöltner Lilienhof einen hochkarätigen Workshop zu Margarete Schörl. Das Motto lautet: „Auf den kreativen Spuren von M. M. Schörl: Selber denken macht gescheit, selber machen macht ausdrucksstark.“ In der digitalisierten Zeit helfe uns die „Schörl-Pädagogik“ kreativen Reichtum in der Erziehungspartnerschaft, im Alltag zu Hause und im Kindergarten neu zu entdecken und zu beleben. In diesem Workshop begeben sich die Teilnehmer/innen auf die kreativen Spuren von Schörl und begleiten Kinder in ihren zeichnerischen und malerischen Ausdrucksformen. Zielgruppe sind Elementarpädagog/innen, Elternbildner/innen und alle an Schörl Interssierten. Referentinnen sind die Kindergartenpädagoginnen Anna Ruschka und Elfriede Lechner. Anmeldung und Infos dazu: familie@kirche.at oder 0664 412 45 54

Den Namen Montessori kennt jeder, ihre Pädagogik ist weltweit bekannt. Aber: Schörl – wer ist das? Schörl-Pädagogik? Margarete Schörl (1912-1991) hat ein typisch österreichisches Schicksal: im Ausland gefeiert – in der Heimat vergessen. Interessanterweise kennt fast jeder zumindest Elemente der Schörl-Pädagogik – ohne zu wissen, dass diese auf Mater Margarete der Englischen Fräulein zurückgehen. Vieles, was in der heutigen Kindergartenpädagogik selbstverständlich ist – oder gerade wieder entdeckt wird -, geht auf diese niederösterreichische Pionierin zurück.

Foto: Doris Kloimstein, Elternbildnerin, Bischof Klaus Küng, Hildegard Schaup, Soroptimist International, mit einem Archivfoto von M. Schörl