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Kirchliche Promis vor Weihnachten als Telefonseelsorger

Foto: Johann Wimmer, Direktor der Pastoralen Dienste, mit Irmgard Bayrhofer von der Telefonseelsorge

St. Pölten, 20.12.2017 (dsp) Prominente Gesprächspartner verstärken in der Adventszeit das Team der Telefonseelsorge der Diözese St. Pölten. Wie jedes Jahr wird Diözesanbischof Klaus Küng am Vorabend des Weihnachtsfestes, am 23. Dezember, unter der Gratis-Nummer der Telefonseelsorge 142 erreichbar sein. Bereits am 22. Dezember hat Johann Wimmer, Direktor der Pastoralen Dienste, am Abend ein „offenes Ohr“ für die Hilfe und Rat suchenden Menschen.

Jedes Jahr verbringen etwa 10% der Österreicherinnen und Österreicher ein einsames Weihnachtsfest, das sind rund 700.000 Erwachsene. Die Hauptthemen seien in der Weihnachtszeit die gleichen wie im übrigen Jahr, „die Emotionalität ist jedoch deutlich anders“. 

Hauptgesprächsthemen

Für 34,6% der Anrufenden war Einsamkeit der Auslöser für einen Anruf bei der Telefonseelsorge. Im Gespräch ging es meistens darum, Hilfestellung zur Bewältigung des Alltags zu geben und als menschliches DU einfach ansprechbar zu sein. Für 20,5% der Anrufenden waren psychische Erkrankungen und die daraus resultierenden sozialen Folgen Anlass für einen Anruf bei der Telefonseelsorge. Sorgen über Krankheit und belastendes körperliches Empfinden bewegten 10% der Anrufenden.
 
In der Telefonseelsorge Niederösterreich waren von Jänner bis Dezember 2017 74 Frauen und Männer ehrenamtlich tätig. In ganz Österreich nehmen rund 800 ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Anrufe entgegen. Leitung, Organisation und Verwaltung werden in St. Pölten von zwei hauptamtlichen Mitarbeiterinnen wahrgenommen.
 
2017 gab es in der Telefonseelsorge NÖ ein Gesprächsangebot von 8.900 Stunden. Es wurden ca. 7000 längere Gespräche geführt, ca. 20 pro Tag.
 
Über die Online-Beratung gab es österreichweit 948 Kontakte, 317 davon durch die Telefonseelsorge NÖ. Die größte Altersgruppe sind hier die 21- bis 30-Jährigen. Besorgniserregend sei der der suizidale Hintergrund bei 11 Prozent und Gewalterfahrungen mit 7,6 Prozent der Hilfesuchenden.
 
Foto: Johann Wimmer, Direktor der Pastoralen Dienste, mit Irmgard Bayrhofer von der Telefonseelsorge