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Katholischer Familienverband schlägt Familienwahlrecht ab Landtagswahl vor

Foto: Familienverbands-Vorsitzender Josef Grubner mit Enkerl

St. Pölten, 28.07.2017 (dsp) Der niederösterreichische Katholische Familienverband fordert die Schaffung eines Mitbeteiligungs- und Mitbestimmungsverfahrens für alle Kinder, deren Eltern in Niederösterreich wahlberechtigt sind. "Wir sollten Kindern eine Stimme geben. Schließlich werden heute viele politische Entscheidungen gefällt, von denen die junge Generation am stärksten betroffen ist", so NÖ-Familienverbands-Vorsitzender Josef Grubner.

Der Familienverband hofft zudem, dass die Parteien durch ein Mitbestimmungsverfahren für Kinder Anliegen der Familien stärker berücksichtigen. Politik werde für jene gemacht, die wählen dürfen, Kinder und Jugendliche bleiben oft unberücksichtigt.

Das "allgemeine Wahlrecht" in Österreich sei in Wirklichkeit ein bloßes "Erwachsenen- Wahlrecht" und diskriminiere einen Gutteil der Bevölkerung, macht Grubner auf einen demokratie-politischen Missstand aufmerksam. Laut Katholischem Familienverband ist der Ausschluss von Kindern von der demokratischen Entscheidungsfindung umso zweifelhafter, als jeder Bürger ab der Geburt als "Rechtsträger" anerkannt sei. Es sei nicht einzusehen, warum Kinder nicht auch bei staatlichen Wahlen eine Stimme haben sollten, die von den Eltern als gesetzlichen Vertretern wahrgenommen wird.

Derzeit müssten Eltern hinnehmen, dass eine anonyme Wählerschaft mit über das Schicksal ihrer Kinder entscheidet. Allein was im Bereich der Staatsverschuldung, der Pensionslasten und der Umweltsünden den Kindern und Kindeskindern zugemutet werde, sei die ernsthafte Überlegung "Jedem Bürger eine Stimme" wert.
 
Daher appelliert der Vorsitzende der größten parteiunabhängigen Familienorganisation des Landes, die Weichen vor der niederösterreichischen Landtagswahl im Frühjahr auf das Familienwahlrecht zu stellen und will damit jetzt eine Diskussion in Gang setzen.
 
Foto: Familienverbands-Vorsitzender Josef Grubner mit Enkerl