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Katholische Aktion fordert "Mindestsicherung, die zum Leben reicht"

Protestaktion für eine "Mindestsicherung, die zum Leben reicht"

St. Pölten, 17.11.2017 (dsp) Das NÖ Armutsnetzwerk und die Katholischen Aktion der Diözese St. Pölten fordern bei einer Protestkundgebung in St. Pölten heute ein Umdenken der verantwortlichen Landespolitiker/innen: „Eine Mindestsicherung, die zum Leben reicht schafft gesellschaftlichen Mehrwert für alle!“

Anlässlich des Jahrestages der Landtagssitzung, am 17.11.2016 in der die Verschärfungen des NÖ Mindestsicherungsgesetzes beschlossen wurden, machen die Katholische Aktion der Diözese St. Pölten und das NÖ Armutsnetzwerk mit einer Protestkundgebung darauf aufmerksam, dass von einem guten sozialen Netz alle profitieren, die im November letzten Jahres im NÖ Landtag beschlossenen Verschärfungen jedoch vielen Menschen in Niederösterreich Perspektiven nehmen:

„Ich habe hier mein Zuhause, ich möchte nicht wieder weg, aber ich weiß nicht mehr wie ich meine Miete und mein Essen bezahlen soll, seit die BMS light (572 Euro) eingeführt wurde“ so eine betroffene alleinstehende Frau. Seit der im November 2016 beschlossene Deckelung der Mindestsicherung sowie den Mindeststandard Integration wissen Betroffene in NÖ oft nicht mehr, wie sie ihr Leben bestreiten sollen. Über ein Drittel der Menschen, die von der Bedarfsorientierten Mindestsicherung leben seien Kinder, in St. Pölten seien es sogar 4 von 10 Bezieher/innen.

„Das Land NÖ ist zu Recht stolz auf seine vielfältigen kulturellen Angebote, seine Landwirtschaft, seine Bildungsangebote und investiert in diesen Bereichen, damit alle, die in NÖ leben davon profitieren. Mindestens genauso profitieren wir alle in NÖ davon, wenn Menschen auch in schwierigen Lebensituationen eine Zukunftsperspektiven und soziale Sicherheit haben: Deshalb brauchen wir in NÖ eine Mindestsicherung, die zum Leben reicht: ohne Deckelung und BMS light“, bringen Axel Isenbart, Generalsekretär der Katholischen Aktion der Diözese St. Pölten und Barbara Bühler, Obfrau und Koordinatorin des NÖ Armutsnetzwerks ihre Motivation für die Protestkundgebung am 17.11.2017 auf den Punkt.

„Sozialen Zusammenhalt fördern und das gemeinsame Handeln für andere“, das verbinde die Katholische Aktion mit dem NÖ Armutsnetzwerk so Axel Isenbart. „Darum setzen wir uns gemeinsam für eine Mindestsicherung, die zum Leben reicht ein, damit Menschen eine Perspektive haben“, fügt Barbara Bühler dazu.

Foto: Protestaktion für eine "Mindestsicherung, die zum Leben reicht"