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Jugendliche aus der Diözese erlebten Geist von Taizé

Taize-Reise

Taizé, 30.08.2017 (dsp) Von 5. bis 14. August waren 36 Jugendliche gemeinsam unterwegs zur Gemeinschaft von Taizé in Frankreich. Jugendleiter/innen der Diözese St. Pölten ge- und begleiteten die Teilnehmer/innen.

Begleiter Thomas Heigl von der Jugendpastoral berichtet: „Taizé lebt von den Gesängen und Gebeten, die dreimal täglich stattfinden genauso, wie von den unzähligen interkulturellen Begegnungen der beinahe 4000 Jugendlichen, die sich hier im Sommer wöchentlich treffen. Die Jugendlichen lernten sich bei den gemeinsamen Arbeiten wie Essen austeilen, Duschen, Putzen oder Abwaschen genauso gut kennen, wie bei den Austauschgruppen über die täglichen Bibelstellen.

Hier einige Eindrücke der Reisegruppe:

Zum zweiten Mal war ich nun in Taizé und es war wie letztes Jahr ein besonderes Erlebnis. Nirgendwo anders könnte ich mir vorstellen, mit hunderten von Leuten sich fürs Essen anzustellen und dabei auch noch Spaß zu haben! Taizé ist für mich aber vor allem ein Ort der absoluten Entspannung – die Stille während den Gebeten, das Wiederholen der Melodien und das Abschalten der Handys helfen mir dabei. Die Freizeit verbrachten wir mit allen möglichen Menschen aus den verschiedensten Nationen. Es wurden dabei viele Spiele gespielt.
Angelika Leichtfried, 17 Jahre aus der Pfarre Purgstall

Es hat mir alles so gut gefallen. Vor allem, dass so viele Jugendliche da waren. Jugendliche sind immer die Zukunft eines Landes. Wenn es Gruppen aus allen Ländern gibt die nach Taizé fahren, glaube ich, dass sie Zuhause Freiheit und Menschlichkeit leben werden. Sie werden nicht über die Unterschiede der Menschen und jene ihrer Religionen nachdenken, sondern einfach versuchen miteinander und mit Gott zu leben. Taizé ist ein Ort, an dem sich Menschlichkeit, Freiheit und Liebe versammeln.
Arshed Kareem, 24 Jahre aus Eichgraben (Muslime)

Die erste Taizé-Reise war für mich eine sehr lehrreiche, glaubensstärkende und tiefgründige Zeit. Taizé ist für mich ein Ort der Stille, aber zugleich auch ein Ort der Gemeinschaft. Die regelmäßigen Taizé-Gebete und Bibeldiskussionen in einer internationalen Gruppe schaffen eine gewisse Tagesroutine und dadurch vergeht ein Tag viel zu schnell. Besonders begeistert hat mich jeden Tag die Bibeleinführung mit einem Bruder, da dieser Bibelstellen sehr humorvoll und der heutigen Zeit angepasst erklärt hat. Die Offenheit der Menschen hat mich beeindruckt, denn man findet schnell jemanden, mit dem man gut diskutieren kann und darüber hinaus schließt man auch Freundschaften. So war die Zeit in Taizé für mich sehr profitabel. Einerseits habe ich internationale Freundschaften geschlossen und andererseits bin ich dem Glauben wieder nähergekommen.
Michaela Schuster, 21 Jahre aus der Pfarre Öhling

Ich war bereits 2014 in Taizé, habe mich damals aber nicht auf das Spirituelle eingelassen und war mehr an „Party machen“ interessiert. Was mir aber damals schon aufgefallen ist, war die Nächstenliebe, die Freundlichkeit und, dass man sich auch an den kleinen Dingen im Leben erfreuen kann. Diesmal bin ich schon reifer und habe das tägliche Beten genossen und es hat mir auch sehr geholfen über wichtige persönliche Dinge gründlich nachzudenken. Was bei mir sehr hängen geblieben ist, ist die Bibeldiskussionsgruppe, welche aus ca. zehn Personen besteht. Ich hatte dieses Jahr eine sehr sympathische und extrovertierte Gruppe aus vielen Nationen. Es war mega interessant, so viele Kulturen in so kurzer Zeit kennen zu lernen und die verschiedenen Ansichten zu teilen.
Was man über Taizé sicher sagen kann ist: Es ist ein Ort, wo jeder Tag ein guter Tag ist.
Franz Entenfellner, 18 Jahre aus der Pfarre St. Pölten Wagram