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Indische Bischöfe: Yoga kein Weg zur Gotteserfahrung

21.04.2017 (KAP-ID) Yoga ist aus Sicht der syromalabarischen Kirche Indiens zwar vorteilhaft für Körper und Geist, sollte aber nicht mit Spiritualität verwechselt werden. "Yoga ist kein Mittel zur Erfahrung des Göttlichen, obwohl es zu physischer und psychischer Gesundheit beitragen kann", heißt es nach Angaben des Pressediensts "AsiaNews" in einer aktuellen Mitteilung der syro-malabarischen Bischofssynode an ihre Priester.

Die Synode der mit Rom unierten Kirche betonte in ihrer Erklärung die bedeutende Rolle von Yoga in der indischen Gesellschaft. Es müsse von Christen jedoch "als körperliche Übung und Haltung zur Konzentration und Meditation" verstanden werden. "Der Gott, an den wir glauben, ist ein personaler Gott und niemand, zu dem man durch eine spezielle Körperhaltung gelangt", bekräftigten die Bischöfe die Position der Kirche zu diesem Thema. Jeder Gläubige solle vermeiden, "in solche Gebetsgruppen und spirituelle Bewegungen zu gelangen, die gegen den katholischen Glauben sind und die offizielle Lehre der Kirche nicht anerkennen".  Im Hinduismus besitzt Yoga, das aus einer Reihe gymnastischer und Atemübungen besteht, eine spirituelle Komponente und dient zur Vereinigung mit dem Göttlichen. In Indien ist Yoga an vielen Schulen verpflichtendes Unterrichtsfach. Regelmäßig kommt es deshalb zu Konflikten zwischen Hindus und Christen. Zuletzt wurde im Bundesstaat Tamil Nadu ein pfingstkirchlicher Pastor vorübergehend verhaftet, nachdem er die große Präsenz von Yoga in der Gesellschaft und den verpflichtenden Yoga-Unterricht für Schüler kritisiert hatte. Seiner Ansicht nach werbe Yoga "gewaltsam für einen Hindu-Lifestyle".  Die syro-malabarische Kirche ist vor allem im südindischen Bundesstaat Kerala vertreten. Die Ursprünge der Kirche sollen in der Missionstätigkeit des Apostels Thomas in Indien liegen. Heute gehören ihr nahezu vier Millionen Gläubige an. Oberhaupt der Gläubigen ist der Großerzbischof von Ernakulam-Angamaly, Kardinal George Alencherry.