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Höchste diözesane Auszeichnung für St. Pöltner Domkapellmeister

Bischof Klaus Küng, Domkapellmeister Otto Kargl, Maria Kargl

St. Pölten, 01.12.2017 (dsp) Bischof Klaus Küng hat Domkapellmeister Otto Kargl zu dessen 25-jährigen Jubiläum als Leiter der Dommusik und zum 60. Geburtstag mit dem Hippolytorden in Gold ausgezeichnet. Es gehe Kargl nicht nur um Ästhetik, sondern vor allem um den aller Kirchenmusik zugrunde liegenden Glauben, betonte Bischof Küng bei der Überreichung der höchsten diözesanen Auszeichnung im Bildungshaus St. Hippolyt.

Als er als Bischof nach St. Pölten ging, hatte man ihm gesagt, dass es dort „die beste Dommusik in Österreich“ gebe, erzählte Küng. Dies habe er „mit viel Freude und Dankbarkeit über die Jahre hinweg wahrgenommen“. Otto Kargl habe ein vielfältiges Angebot gepflegt und angeboten, von Barockmusik bis zu Zeitgenössischem, darunter einige Uraufführungen. Auch habe er einige „vergessene Schätze aus der Diözese gehoben“. Die Begeisterung Kargl für die Kirchenmusik übertrage sich auf den Domchor, die von ihm vor 25 Jahren gegründete Domkantorei und die gesamte Dommusik, so Küng.

Domkapellmeister Kargl dankte dafür, dass die Dommusik in den letzten Jahren viel Lob und Anerkennung von Seiten der Diözese erhalten habe. Die Anerkennung durch die Auszeichnung mit dem Hippolytorden in Gold werde er „sofort an die gesamte Dommusik“ weitergeben. Er sei auch dankbar, dass die Diözese ein gutes Klima sowie eine gute Infrastruktur für die Dommusik ermögliche, sagte Kargl. „Für Gott ist das Beste gut genug“, sei das Prinzip nach dem er arbeite. Musik sei als Weg für die Glaubensvermittlung sehr wichtig, da sie „in die Tiefe geht und auch die Emotionen anspricht“, betonte Kargl.

Seit 1992 Leiter der Dommusik St. Pölten

Geboren und aufgewachsen in der Gaal (Steiermark), eine „Landschaft der Stille und der spontanen Musizierpraxis“, diplomierte Otto Kargl an der Musikhochschule in Graz in Kirchenmusik und Orgel. Meisterkurse brachten ihn mit John Eliot Gardiner, Peter Gülke und Helmut Rilling in Kontakt. 1984 übersiedelte er nach St. Pölten und übernahm die neugeschaffene Stelle eines Regionalkantors für die Dekanate südlich der Donau. Er pflegte den Kantorengesang, ermunterte in der Aus- und Weiterbildung der Organisten und legte bei Chorveranstaltungen in den Dekanaten größten Wert auf saubere Intonation und korrekte Aussprache. Als 1991 das Konservatorium für Kirchenmusik gegründet wurde, betraute Prälat Walter Graf ihn mit dem Unterricht in Chorleitung und Gregorianik, ein Jahr später folgte er ihm als Leiter der Dommusik nach.

Mit großer Konzentration führt er seine Ensembles zu Höchstleistungen: die Kantorei – immer wieder auch gemeinsam mit seiner Grazer „capella nova“ – mit dem großen Repertoire von Bach, den biblischen Oratorien von Händel, der großen a-capella-Literatur und der ihm eigenen Leidenschaft für starkes Zeitgenössisches, das Jugendensemble mit expressiven Gospelsätzen aber auch klassischem Repertoire und jährlich einem originell programmierten Weihnachtsliedersingen sowie den Domchor, dessen klassisch geprägtes Rückgrat stets auch Neues und selten Gehörtes mitträgt. Bei allem Streben nach Perfektion versteht sich sein Musizieren als Dienst an der Liturgie, als Klang gewordene Wortverkündigung, sorgfältig abgestimmt auf die biblischen Texte. Qualität und Originalität prägen auch das Programm des von ihm kuratierten Festivals „Musica Sacra“.

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