Auferstehung
Schmetterling - Symbol der Auferstehung
Osterfeuer
 
 

Hochkarätige Caritas-Diskussion „Kinder des Krieges“

Marie Ghia (Internatsleiterin Kinderheim St. Vinzenz) Caritas Direktor Hannes Ziselsberger, Wieland Schneider (Die Presse), Moderator Bernhard Herzberger und Journalistin Gudrun Harrer (Der Standard), Foto:Caritas

Pyhra, 03.02.2017 (dsp) Als Auftakt zur Osthilfesammlung lud die Caritas St. Pölten und die Flüchtlingshilfe Pyhra zur hochkarätig besetzten Diskussionsrunde nach Pyhra. Gudrun Harrer (Der Standard), Wieland Schneider (Die Presse), Marie Ghia (Caritas Libanon) und Hannes Ziselsberger (Direktor der Caritas St. Pölten) informierten  „über die Situation und Chancen von Kindern aus Kriegsgebieten im Nahen Osten“. Caritas Direktor Ziselsberger: „Die Caritas möchte im Rahmen der Kinderkampagne den Blick auf die Not von Kindern lenken und zeigen, wie sich trotz schwierigster Lebensumstände mit Unterstützung, Perspektiven für das weitere Leben entwickeln können.“

Gudrun Harrer, Nahostexpertin, versuchte den 150 ZuhörerInnen die Ursachen und Grundlagen der Konflikte in der arabischen Welt zu erklären: „Es gibt in Syrien nicht nur den einen Krieg. Hier sind unzählige Gruppen und politische Kräfte beteiligt und eine Vielzahl von Konflikten wird ausgetragen. Daher ist ein Ende dieser Kriege in der näheren Zukunft auch nicht absehbar.“ Dennoch betonte sie mit einem positiven Ausblick: „Es war nicht immer so, und es muss auch nicht immer so bleiben.“

Der Journalist Wieland Schneider war in vielen Krisenregionen vor Ort und berichtete über seine Eindrücke: „13,5 Millionen Syrer sind auf humanitäre Hilfe angewiesen, fast die Hälfte davon sind Kinder. Sie leben in den Ruinen oder in einem der Flüchtlingslager in den Nachbarländern.“

Eines dieser Nachbarländer ist der Libanon, der fast 2 Millionen Flüchtlinge aufgenommen hat. Die Caritas Österreich unterstützt vor Ort das Schulprojekt St. Vinzenz der Barmherzigen Schwestern. Hier können libanesische und syrische Kinder zusammen die Schule besuchen. Marie Ghia, Internatsleiterin der Schule erzählte: „Es handelt sich um die einzige Sozialeinrichtung in der Gegend, die eine so große Zahl syrischer Kinder aufnimmt – für das Jahr 2017 ist Platz für 115 Kinder aus Syrien bei einer Gesamtzahl von knapp 400 SchülerInnen. Die Schule bietet ein hohes Ausbildungsniveau mit gleichzeitig vielen Unterstützungsleistungen. Die Kinder werden unterrichtet, aber auch psychologisch betreut um ihre Traumata aufzuarbeiten.“

17 Millionen Euro Nothilfe von der Caritas

Die Caritas Österreich stellte seit Ausbruch der Krise 2011 mehr als 17 Millionen Euro für die Nothilfe und Unterstützung syrischer Flüchtlinge im Nahen Osten zur Verfügung. Hannes Ziselsberger: „Damit konnten wir etwa 150.000 Menschen, rund die Hälfte davon Kinder, mit Lebensmitteln, Hygieneartikeln, Decken, Matratzen, Winterkleidung, Schulbildung, medizinischer Hilfe sowie der Reparatur und Verbesserung ihrer notdürftigen Unterkünfte über Partner in Jordanien, im Libanon und in Syrien unterstützten.“

Mit der gemeinsamen Kampagne wollen Caritas und Pastorale Dienste der Diözese St. Pölten wirksam gegen die Kinderarmut auftreten. Caritas-Direktor Ziselsberger: „Die Caritas finanziert mit den Spenden der Kinderkampagne nicht nur Projekte im Nahen Osten, sondern auch rund 250 Projekte in den ärmsten Ländern Europas, vorwiegend in Ost- und Südeuropa.“ Die Caritas St. Pölten unterstützt allein 21 Projekte in Albanien, darunter auch das Straßenkinderzentrum EDEN in Tirana. Dazu findet in allen Kirchen der Diözese St. Pölten am Sonntag, den 12. Februar die Osthilfesammlung statt.

Dort, wo die Not groß ist, sind besonders Kinder auf unsere Hilfe angewiesen. Kinder, die den äußeren Umständen meist schutzlos ausgeliefert sind und nicht für sich selbst sorgen können. Kinder, die mit ihrer Familie vor den Kämpfen in ihrer Heimat flüchten mussten, die in extremer Armut oder als Sozialwaisen auf der Straße leben sowie Kinder mit Behinderung, die ohne Unterstützung und Förderung aufwachsen, sie alle haben eines gemeinsam: sie wünschen sich Sicherheit, Geborgenheit und möchten in die Schule gehen. Sie wünschen sich, dass der Magen abends nicht knurrt und sie in kalten Wintermonaten nicht zitternd einschlafen müssen. Sie sollen keine Angst vor Kämpfen und Bomben haben müssen, sie sollen ein warmes Bett zum Schlafen haben, schreiben und rechnen lernen und mit anderen Kindern Spaß haben können.

So können Sie helfen:
Mit Ihrer Spende helfen Sie mit, Kindern in den ärmsten Regionen der Welt eine Zukunft zu schenken:14 Euro pro Monat kosten Lern- und Bastelmaterialien für ein Kind in einem Lernzentrum in Osteuropa. 30 Euro versorgen ein Kind in einem Tageszentrum einen Monat lang mit einer warmen Mahlzeit. 100 Euro ermöglichen einem Kind ein Jahr lang ein Lernzentrum zu besuchen.
Spendenkonto Caritas St. Pölten IBAN: AT28 3258 5000 0007 6000, Online-Spenden: www.caritas-stpoelten.at/spenden, Kennwort: Kinder in Not

Foto (Caritas): Hochkarätige Diskussionsrunde der Caritas in Pyhra: Marie Ghia (Internatsleiterin Kinderheim St. Vinzenz), Caritas Direktor Hannes Ziselsberger, Wieland Schneider (Die Presse), Moderator Bernhard Herzberger und Journalistin Gudrun Harrer (Der Standard) informierten über die Situation im Nahen Osten und welche Perspektiven für die Kinder der Region geschaffen werden können.