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Gründonnerstag – große Symbolik des Fußwaschens

Fußwaschung in Pfarren der Diözese St. Pölten

St. Pölten, 12.04.2017 (dsp) In der katholischen Kirche gehört die Fußwaschung zur Liturgie des Gründonnerstags. Am Vorabend seines Kreuzestodes wusch Jesus während des letzten Abendmahls seinen Jüngern die Füße und trocknete sie mit dem Tuch, das ihn umgürtete. Durch dieses Beispiel wollte er zeigen, dass auch die Jünger untereinander zum Dienen, zur Nächstenliebe und zur Demut bereit sein müssen. Seit 1956 ist die Fußwaschung Teil der Messfeier vom letzten Abendmahl, verpflichtend in Kathedral- und Abteikirchen, möglich auch in allen anderen Kirchen.

Der Zelebrant der heiligen Messe wäscht dabei zwölf zuvor bestimmten Gläubigen die Füße; der Ritus gehört zu den Sakramentalien. In vielen Pfarren der Diözese St. Pölten gibt es diesen symbolträchtigen Brauch, mancherorts werden dazu verschiedene Gruppen eingeteilt: Blaulichtorganisationen, Kommunionhelfer, Pfarrgemeinderäte oder Jugendbetreuer - Männer und Frauen.

Nach einer Bitte Papst Franziskus’ veröffentlichte die Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung im Jänner 2016 ein Dekret, demzufolge künftig die Fußwaschung an allen Gläubigen vollzogen werden kann. Wer ausgewählt werde, solle sich „in aller Schlichtheit zur Verfügung stellen“. Franziskus sorgte in den letzten Jahren mit der Fußwaschung für Aufsehen: So vollzog er den Ritus an Menschen mit Behinderung, Flüchtlingen, Muslimen oder weiblichen Häftlingen.