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Großer Dank an alle Pfarrgemeinderäte

PGR-Dankfest im Dom von St. Pölten

St. Pölten, 30.01.2017 (dsp) 650 Pfarrgemeinderätinnen und Pfarrgemeinderäte aus allen Teilen der Diözese kamen am Ende der fünfjährigen Funktionsperiode zu einem großen Dankfest in den Dom von St. Pölten. Die Diözesanleitung bedankte sich bei den Repräsentanten der über 4.000 ehrenamtlich in den 422 Pfarrgemeinderäten Engagierten für ihren Einsatz, dass sie sich „mit ihren Gaben und Talenten in den Dienst der Kirche gestellt haben“, wie Bischof Klaus Küng sagte. Bildergalerie

Zu Beginn der Dankmesse brachten Delegierte aus allen Dekanaten symbolisch aus verschiedenen Richtungen des Domes Kerzen zum Altar. Bei der Gabenbereitung wurden zusätzlich Bauziegel, als Zeichen dafür, was in den vergangenen fünf Jahren aufgebaut werden konnte, und ein Blumenstock, als Symbol für alles, was in den Pfarren aufgeblüht ist, nach vorne gebracht.
Nach der Messe lud die Diözese zur Bewirtung und Begegnung in das Bildungshaus St. Hippolyt und in das Diözesankonservatorium. Den Abschluss des Festes bildete eine Tanz-Chormusik-Performance zum Thema „Sklaverei – gestern und heute“ von Manfred Länger im Dom – mit dem Chor „Ad Libitum“ unter der Leitung von Heinz Ferlesch sowie mit „S.I.E tanzt“ und der Jugendtanzgruppe Maria Anzbach in der Choreographie von Silvia Feldmaier.

Allgemeines Priestertum ein „großer Schatz“

Es sei ein „schönes Abenteuer im Gefolge Jesu mitzuarbeiten“, sagte Bischof Küng in seiner Predigt. In den vergangenen Jahren habe er immer wieder feststellen können, dass es überall Gläubige gebe, „denen die Kirche wichtig ist, und dass eine große Zahl von Menschen in der einen oder anderen Weise in den Pfarrgemeinden mittut, oft mit sehr großem Einsatz“. Es sei spürbar, dass diesen Menschen die Kirche „ein Herzensanliegen“ sei: „Das brauchen wir auch, denn aus dem Herzen kommt die Ausstrahlung!“ Küng bezeichnete es als „großen Schatz“, dass „wir alle ein Volk Gottes sind, Priester und Laien, und wir alle sind durch die Taufe zu Propheten, Priester und Königen in Christus geworden“.

Küng wies darauf hin, dass wir „in einer Zeit großer Umbrüche“ lebten. Die Lebensweise der Menschen habe sich in den letzten Jahrzehnten stark verändert, die Situation in Gesellschaft und Kirche sei eine andere geworden. Viele Menschen seien in Gefahr, auf Gott zu vergessen, wodurch die geistige Not noch größer und die seelsorgliche Arbeit noch dringender werde. Deswegen sei eine „Atmosphäre einer gläubigen Gemeinschaft“ besonders wichtig, wie Küng betonte: „Gott spricht in Situationen wie wir sie derzeit erleben, alle an: den Bischof, die Priester und alle Gläubigen, und es gibt guten Grund zur Hoffnung: unsere Hilfe ist im Namen des Herrn.“

Der Bischof rief dazu auf, dass jeder „seine eigene Berufung“ lebe und in einer sich verändernden Welt lerne, „Jesus im Herzen zu tragen“: „Vor allem ist es notwendig, lieben zu lernen wie er liebt“. Konsequent christlich zu leben sei ein „fruchtbarer Kontrast“ zu anderen Verhaltensweisen. Dann gebe es „Grund zu Zuversicht, denn wo Christus gegenwärtig wird, entstehen Freiheit und Friede, erwacht bei vielen Sehnsucht, auch andere beginnen nach ihm zu fragen“, so Küng. „Wir dürfen optimistisch sein mit dem Blick nach vorne, auch wenn manches sich verändert, auch in Pfarren, aber wir pilgern gemeinsam in die Zukunft.“