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Geraser Abt unterstützt orthodoxe Klostergründung

Abt Michael Prohazka

Während die lokalen Turbulenzen in der burgenländischen Gemeinde St. Andrä/Zicksee rund um den Bau des ersten heimischen orthodoxen Klosters weitergehen, gibt es ideelle Unterstützung für das Vorhaben. So hat der Abt des niederösterreichischen Prämonstratenserklosters Geras, Michael Prohazka, sich mit dem kirchlichen Vorhaben solidarisch erklärt und für die Klostergegner kein Verständnis gezeigt.

"Wieso kann der Klosterbau einer in Österreich staatlich anerkannten christlichen Religionsgemeinschaft überhaupt polarisieren? Wo bleibt hier die viel beschworene - auch religiöse - Toleranz?", so Prohazka wörtlich und weiter: "Wo bleiben die Vertreterinnen und Vertreter des öffentlichen Lebens und der kirchlichen Gemeinschaften, die sofort 'Schützenhilfe' leisten müssten?" Der Geraser Abt äußerte sich in einem Kommentar in den "Niederösterreichischen Nachrichten", der nun auch nochmals in der vom "Andreas-Petrus-Werk" herausgegebene Zeitschrift "Christlicher Osten" abgedruckt wurde.

Eine Klostergründung könne nach Meinung des Abtes nur "segensreich" sein, für die Menschen an Ort und Stelle und für "unsere gesamte religiöse Landschaft". Wörtlich hält Prohazka fest: "Wenn wir hier nicht ökumenische Solidarität zeigen, dann sind unser ganzes Reden und unsere Zusammenkünfte nur 'tönendes Erz und klingende Schelle'!" Als Abt eines niederösterreichischen Grenzlandklosters, das selbst den byzantinischen Ritus pflegt, wolle er eine Lanze für diesen Klosterbau brechen "und meine orthodoxen Brüder in ihrem so notwendigen Anliegen unterstützen".

Ostkirchliche Spiritualität und Liturgie seien ein "sinnvolles Gegengewicht zu unserer oft allzu 'verkopften' und moralisierenden Religiosität", fügte der Abt des niederösterreichischen Prämonstratenserstifts hinzu.

(16.03.2017, KAP)