Bischof Schwarz weiht den Altar der Pfarrkirche Mank
Heiliger Nikolaus
Adventkranz
 
 

Geburt Jesu ist „besondere Art der Nähe Gottes“

Das Jesuskind in der Krippe

St. Pölten, 25.12.2017 (dsp) Die Geburt Jesu Christi sei „der Anfang und Ausgangspunkt für eine ganz besondere Art des Naheseins Gottes jetzt und bis ans Ende der Zeiten“ gewesen, betonte Bischof Klaus Küng in der Christmette im Dom von St. Pölten. „Wir glauben, dass dieses Kind auch jetzt zur Welt kommt: Auf den Altären, in den Herzen der Menschen, die an Jesus Christus glauben, die ihn aufnehmen im Wort und im Brot.“

Es sei jedoch gar nicht so einfach, den inneren Weg zu einer wirklichen Weihnacht zu finden, sagte der Bischof. Eines der Hauptprobleme unserer Zeit sei es, dass der Beruf, „ständige Berieselung“ und auch selbsterzeugte „Abwechslung“ den Menschen gefangennehmen, sodass für Gott kein Platz sei. Eine notwendige Voraussetzung, um Weihnachten begreifen und feiern zu können, sei daher still zu werden und sich dem Geheimnis zu öffnen.

„Weihnachten ist so etwas wie ein Anklopfen Gottes“, führte Küng aus. Die Botschaft laute: „Ein Kind ist uns geboren, ein Sohn ist uns geschenkt.“ Dazu gehöre auch das prophetische Wort: „Die Herrschaft liegt auf seiner Schulter; man nennt ihn wunderbaren Ratgeber, starker Gott, Vater in Ewigkeit, Fürst des Friedens.“ Diese besondere Botschaft verweise einerseits auf ein reales Geschehen in der Vergangenheit, betreffe aber genauso die Gegenwart. „Die Kirche wird nicht müde, dies zu betonen.“

Küng bezeichnete Weihnachten als „ein Geschenk, das von Gott kommt“. Ihm habe die Erklärung geholfen, die der hl. Josefmaría Escrivá verwendet habe: Die Krippe sei Gottes Lehrstuhl. Der unendlich große Gott werde ein kleines Kind, das in allem der Hilfe bedürfe. „Auch wir müssen, um die Geheimnisse Gottes begreifen zu können, klein werden und in aller Einfachheit darum bitten, damit uns ein tiefer Glaube geschenkt wird und wir erfassen können, wer dieses Kind ist und was es für die ganze Welt bewirkt hat.“

Predigt im Wortlaut