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„Frauenbewegung-Benefizsuppen hilft, über eigenen Tellerrand zu schauen“

Foto: Landesrat Karl Wilfing, Weihbischof Anton Leichtfried, Draupati Rokaya, kfb-Projektpartnerin in Nepal, Superintendent Lars Müller-Marienburg, Landeshauptmann-Stellvertreterin  Johanna Mikl-Leitner, Landesrat Stephan Pernkopf, Anna Rosenberger, kfb-Vorsitzende

St. Pölten, 07.03.2017 (dsp) Die Katholische Frauenbewegung (kfb) der Diözese St. Pölten lud zum großen Benefizsuppenessen der „Aktion Familienfasttag“ ins Niederösterreichische Landhaus. Kfb-Vorsitzende Anna Rosenberger freute sich über viel Prominenz aus Kirche, Politik und Gesellschaft. Schwerpunktland heuer war Nepal. Lisa Muhr, Co-Geschäftsführerin und Designerin des ersten österreichischen ökofairen Modelabels „Göttin des Glücks“, bereitete eine köstliche Linsensuppe zu. Alle Bilder ...

Seit 60 Jahren ruft die Frauenbewegung zum Teilen auf, heuer steht die Veranstaltung unter dem Motto „Teilen spendet Zukunft“. Das entspreche dem Evangelium, so Rosenberger, da es helfe, Frauen ein menschenwürdiges Leben zu ermöglichen. Sie meinte auch, dass für viele zwar die Fastenzeit dazu da sei abzunehmen. Sie rief aber dazu auf, zuzunehmen: bei den guten Taten und Handlungen. Es sei für sich selber gut zu spüren, dass man Gutes getan habe.

Der St. Pöltner Weihbischof Anton Leichtfried sagte, das kfb-Benefizsuppenessen eigne sich gut, um über den eigenen Tellerrand zu blicken. Denn wir konnten jederzeit aus dem Vollen schöpfen, viele andere würden dagegen unter Not leiden. Er erinnerte daran, dass wir oft und einfach Gutes tun könnten – etwa mit einer Spende. Die über 100 Spendenprojekte der Katholischen Frauenbewegung seien gut ausgesucht und aufgestellt, so Weihbischof Leichtfried.

Landeshauptmann-Stellvertreterin Johanna Mikl-Leitner erklärte, dass auch künftig das Landhaus Ort des Benefizsuppenessens der kfb sei – heuer fand es zum 18. Mal statt. Dieses gilt als Startschuss für Benefizsuppenessen in über 100 Pfarren der Diözese St. Pölten in den kommenden Wochen, diese finden meist nach den Gottesdiensten statt. Mikl-Leitner würdigte die Aktion als schönes Zeichen des sozialen Miteinanders hierzulande. Frauen in Nepal ermögliche es eine Basis für ein selbstbestimmtes Leben.

Draupati Rokaya, kfb-Projektpartnerin Mahila Bishwasi Sangh aus Nepal, dankte den Österreicherinnen und Österreichern für ihre Solidarität. Sie berichtete aus ihrem Herkunftsland, das noch immer unter den Folgen des Bürgerkrieges und eines großen Erdbeben leide. So müssten noch immer Familien in temporären Unterkünften leben. Draupati Rokaya erklärte, dass es ihrer Organisation um einen ganzheitlichen Ansatz gehe, dazu würden bildungs- und einkommensschaffende Programme zählen.

Kirchlicherseits kamen ua. Weihbischof Anton Leichtfried, der designierte Direktor der Pastoralen Dienste, Hans Wimmer, Bischofsvikar Gerhard Reitzinger, Familienverbands-Vorsitzender Josef Grubner, Caritas-Direktor Hannes Ziselsberger, Superintendent Lars Müller-Marienburg und zahlreiche Vertreter/innen der Katholischen Aktion. Seitens der Politik kamen Landeshauptmann-Stellvertreterin Johanna Mikl-Leitner, Landtagspräsident Gerhard Karner sowie die Landesräte Stephan Pernkopf, Barbara Schwarz und Karl Wilfing.

Frauengruppen engagieren sich in 100 Pfarren für die Aktion Familienfasttag

Jedes Jahr in der vorösterlichen Fastenzeit gehört das Fastensuppenessen zur Tradition. Dabei werden in vielen katholischen Pfarren in ganz Österreich von den Mitgliedern der Katholischen Frauenbewegung (kfb) bei Gottesdiensten und entwicklungspolitischen Bildungsveranstaltungen Spenden gesammelt. In der Diözese St. Pölten beteiligen sich jedes Jahr Frauengruppen aus rund 100 Pfarren sowie zahlreiche weitere Einzelinitiativen und Schulen. Statt nach dem Gottesdienst ein üppiges Mahl zu sich zu nehmen, gibt es die Fastensuppe. Dadurch wird gelebte Solidarität mit benachteiligten Frauen in Afrika, Asien und Lateinamerika spürbar. Die gespendeten Gelder werden in konkreten Projekten direkt vor Ort für die Verbesserung der Lebensbedingungen von Frauen und Kindern in den Ländern des Südens eingesetzt. Ganz nach dem Motto: "Teilen spendet Zukunft".

Foto: Landesrat Karl Wilfing, Weihbischof Anton Leichtfried, Draupati Rokaya, kfb-Projektpartnerin in Nepal, Superintendent Lars Müller-Marienburg, Landeshauptmann-Stellvertreterin  Johanna Mikl-Leitner, Landesrat Stephan Pernkopf, Anna Rosenberger, kfb-Vorsitzende