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Familienverband: Lebensschutz und Familienpolitik eng verknüpft

Der Katholische Familienverband Österreich (KFÖ) verweist anlässlich der gerade laufenden "Woche des Lebens" auf die enge Verknüpfung zwischen Lebensschutz und Familienpolitik. "Wenn ein Land Müttern und Vätern ein positives und stabiles Umfeld bietet, ist das eine wesentliche Voraussetzung, um Ja zu ihrem Kind sagen zu können", heißt es in einer KFÖ-Aussendung.

Indikator für ein familienfreundliches Umfeld sei der Rückgang der Schwangerschaftsabbrüche. "Leider kennen wir diese Zahl in Österreich nicht, da eine anonymisierte Statistik über Schwangerschaftsabbrüche nach wie vor von der Politik verhindert wird", bedauert KFÖ-Präsident Alfred Trendl und bricht eine Lanze für die Bürgerinitiative "Fakten helfen" der "Aktion Leben", die eine anonymisierte Abtreibungsstatistik fordert. Trendl hofft, dass die Bürgerinitiative, die aktuell im Gesundheitsausschuss behandelt wird, durch die vorgezogene Nationalratswahl nicht abgewürgt und von der nächsten Regierung ernst genommen wird.

Der KFÖ-Präsident appelliert an die Gesellschaft, das Thema Lebensschutz sachlich zu behandeln. "Wer sich für den Schutz des Lebens einsetzt, ist weder frauenfeindlich noch will er Frauen in ihren Rechten einschränken." Frauen gehörten bei ihrer Entscheidung für ihr Kind bestmöglich unterstützt, insbesondere jene, die finanziell oder familiär in prekären Situationen leben. "Dass genau hier die Gesellschaft wegschaut und die Unterstützung privaten Vereinen überlässt, heißt nichts anderes, als dass Frauen in der Entscheidungssituation alleine gelassen werden", kritisiert Trendl.

Beim Thema Lebensschutz gehe es aber nicht nur um das ungeborene Leben, sondern auch um die Würde am Ende des Lebens. Das oft zitierte Argument "Leiden durch Sterbehilfe zu verkürzen," lässt der Präsident des Familienverbandes nicht gelten, "weil dahinter unausgesprochen auch ökonomische Gründe stehen". Für Trendl gilt es, Leid zu lindern und ein Sterben in Würde zu ermöglichen. "An der Hand, nicht durch die Hand eines anderen", muss der Leitgedanke sein. Er fordert einen raschen Ausbau der stationären, ambulanten und mobilen Hospizeinrichtungen.

(16.06.2017, KAP)