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Europäisches Treffen der „Congragatio Jesu“ in St. Pölten

Treffen der Congregatio Jesu in St. Pölten-Stattersdorf (Foto: Congregatio Jesu)

St. Pölten, 23.02.2017 (dsp) Im Lilienhof in St. Pölten-Stattersdorf nahmen 43 Ordensfrauen der „Congregatio Jesu“ aus sieben europäischen Ländern, von England über die Slowakei bis zur Ukraine, an einer internationalen Begegnung teil.

Wir wollen einander besser kennen lernen. Und wir müssen heute eng zusammenarbeiten“, lautet für Sr. Sarah Dobson aus London die Hauptmotivation für das erste derartige Treffen jüngerer, d. h. aktiver Mitglieder der Ordensgmeinschaft. Europaweit ist nur ein kleiner Teil der Schwestern jünger als 60. Langfristig gesehen werde es möglicherweise gar nur mehr eine einzige Provinz in Europa geben.

Waren die „Englischen Fräulein“, wie der Orden nach dem Heimatland der Gründerin Mary Ward genannt wurde, ein klassischer Schulorden, so sind heute in der mitteleuropäischen Provinz keine Schwestern mehr in der Schule, sagt Sr. Nathalie Korf aus Frankfurt. Viele der aktiven Schwestern sind in der kategorialen Seelsorge tätig, in der geistlichen Begleitung und als Leiterinnen von Exerzitien, oder sie halten Fortbildungen für pastorale Mitarbeiter.

Mehr junge Schwestern gibt es in der Slowakei und in Rumänien, wo der Orden nach der „Wende“ von 1989 kurzfristig einen großen Aufschwung erlebte. In der Slowakei zählt der Orden rund 170 Schwestern in mehr als 20 Gemeinschaften. Auch hier führt der Orden keine Schulen, aber viele Schwestern unterrichten, nicht nur Religion, berichtet Sr. Eva Jaroušková. Einige sind in Pfarren tätig oder arbeiten als Krankenschwestern. Traten früher jährlich mehr als zehn Frauen in den Orden ein, so gibt es heute jedes Jahr eine oder zwei Novizinnen. Ähnlich verhält es sich in Rumänien. Zur Provinz gehören heute 115 Schwestern, die hauptsächlich in Kindergärten, in der Sozial- und Pastoralarbeit tätig sind, führt Sr. Veronica Boasa aus. Die rumänische Provinz hat Niederlassungen in Italien und Kuba, wo jeweils einige Schwestern tätig sind.

Wir sind eine sehr kleine Provinz“, beschreibt Sr. Sarah Dobson die Situation im Gründungsland des „Institutum Beatae Mariae Virginis“ (IBMV), wie der Orden offiziell bis 2004 hieß. 31 Mitglieder leben in vier Gemeinschaften, nur drei Schwestern sind jünger als 60. Papst Franziskus hat der ignatianisch orientierten Gemeinschaft viel Interesse beschert, doch auch „die Frauen, die bei uns eintreten wollen, sind nicht mehr jung“, so Sr. Sarah Dobson.

Leopold Schlager, Kirche bunt

(Foto: Congregatio Jesu)