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Caritas eröffnet Wohnhaus und Tagesstätte in Paudorf

Susanne Karner (Caritas Bereichsleiterin PsychoSoziale Einrichtungen), Caritasdirektor Hannes Ziselsberger, Bürgermeister Josef Böck, Landesrätin barbara Schwarz, Weihbischof Anton Leitfried, Caritas Fachbereichsleiter Alois Rautner, Antia Zeilinger-Pferscher (Caritas Tagesstätte Paudorf), Melitta Adelmann (Caritas Wohnhaus Paudorf). Foto: Caritas/Lahmer

Paudorf, 13.09.2017 (dsp) Die Caritas der Diözese St. Pölten hat in Paudorf ein neues Wohnhaus und eine Tagesstätte für Menschen mit psychischen Erkrankungen eröffnet. Weihbischof Anton Leichtfried und der Paudorfer Pfarrer Pater Udo Fischer segneten die neuen Einrichtungen am Dienstag im Beisein von Soziallandesrätin Barbara Schwarz und Caritasdirektor Hannes Ziselsberger. „In Paudorf stehen 26 vollzeitbetreute und 6 teilzeitbetreute Wohnplätze zur Verfügung“, sagt Caritas Fachbereichsleiter Alois Rautner. Ebenfalls im Wohnhaus untergebracht sind 25 Plätze mit Beschäftigungsmöglichkeiten (Tagesstruktur) für die Menschen, die im Wohnhaus leben.

Direkt neben dem Wohnhaus hat die Caritas der Diözese St. Pölten in Paudorf in einem eigenen Gebäude eine Tagesstätte für Arbeit und Beschäftigung für 30 Menschen mit psychischen Erkrankungen gebaut. Einige Klienten gehen vom Wohnhaus zur Arbeit in die Tagesstätte, der Großteil kommt aber von den Gemeinden in der Region. Sie pendeln täglich zur Tagesstätte mit den Schwerpunkten Kreativ- und Holzwerkstatt. Im Sommer sind die Klientinnen und Klienten vom Caritas Projekt Schloss Schiltern nach Paudorf übersiedelt. In Schiltern standen vorher 55 Wohnplätze für sie zur Verfügung. Rund die Hälfte ist nach Paudorf gezogen, die anderen wohnen jetzt im neuen Haus in Zwettl. Melitta Adelmann leitet in Paudorf das Wohnhaus, Anita Zeilinger-Pferscher die Tagesstätte.

Caritas Direktor Hannes Ziselsberger zum Thema Inklusion: „Menschen mit psychischen Erkrankungen sind in den letzten Jahren vom Rand näher an das Zentrum der Gesellschaft gerückt. Das gilt im übertragenen Sinn auch für den Umzug von Schiltern nach Paudorf.“ „Das ist heute ein Feiertag für die BewohnerInnen und die MitarbeiterInnen“, betont der Paudorfer Bürgermeister Jose Böck. Fuß- und Radwege sind in Paudorf gut ausgebaut und die Anbindung an den öffentlichen Verkehr ist hervorragend. Das Caritas Projekt ist ein weiterer Schritt in Richtung „Soziale Gemeinde“, freut sich der neue Paudorfer Bürgermeister. Für Josef Böck war es sein erster öffentlicher Auftritt als Bürgermeister. „Wir haben jetzt in der Gemeinde nicht nur 30 Einwohner mehr, sondern auch eine ähnliche Anzahl an neuen Arbeitsplätzen“, so Bürgermeister Böck.

Landesrätin Barbara Schwarz dankte dem Langenloiser Bürgermeister Hubert Meisl für die 25-jährige Beherbergung im Schloss Schiltern. „Wenn die Psyche krank ist, braucht sie Unterstützung und es ist erfreulich zu sehen, dass sich die Menschen im neuen Haus in Paudorf wohlfühlen“, so Schwarz.
Susanne Karner, Leiterin PsychoSoziale Einrichtungen in der Caritas der Diözese St. Pölten, dankte Architekt Dietmar Haberl und den bauausführenden Firmen für die gute Umsetzung der Wohn- und Arbeitsstätten, die vom Land NÖ gemeinsam mit der Caritas St. Pölten finanziert werden.

Weihbischof Anton Leichtfried und Pfarrer Pater Udo Fischer haben Wohnhaus und Tagesstätte „und alle, die da gehen ein und aus“ gesegnet. Weihbischof Leichtfried: „Es ist wichtig, dass Menschen ein zu Hause, ein Daheim, und auch Obdach für die Seele finden.“   
 
Die Caritas hat in den vergangenen 25 Jahren in einem Mietobjekt im Schloss Schiltern Wohn- und Tagesstätte geführt. 55 KlientInnen haben im Schloss gewohnt und zusätzlich sind täglich bis zu 20 KlientInnen aus der näheren Umgebung in die Caritas Tagesstätte zur Arbeit gependelt.  2015 hat die Caritas der Diözese St. Pölten den Beschluss gefasst, an zwei neuen Standorten Einrichtungen für Menschen mit psychischen Erkrankungen zu errichten. Die BewohnerInnen der Caritas Einrichtung im Schloss Schiltern sind im Sommer 2017 in die neuen Häuser in Paudorf und Zwettl übersiedelt. An beiden Standorten wurden zusätzlich zu den Wohnhäusern auch eigene Tagesstätten für Beschäftigung und Arbeit errichtet. Die Tagesstätte in Zwettl wird Ende 2017 den Betrieb aufnehmen.  

Bild: Susanne Karner (Caritas Bereichsleiterin PsychoSoziale Einrichtungen), Caritasdirektor Hannes Ziselsberger, Bürgermeister Josef Böck, Landesrätin barbara Schwarz, Weihbischof Anton Leitfried, Caritas Fachbereichsleiter Alois Rautner, Antia Zeilinger-Pferscher (Caritas Tagesstätte Paudorf), Melitta Adelmann (Caritas Wohnhaus Paudorf). Foto: Caritas/Lahmer