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Bischof Küng würdigt christliches Engagement von Erwin Pröll

Bischof DDr. Klaus Küng und LH Dr. Erwin Pröll

St. Pölten, 19.04.2017 (dsp) Zum Abschied von Erwin Pröll als Landeshauptmann von Niederösterreich würdigt die Diözese St. Pölten dessen langjähriges Wirken. Pröll hat sich nicht nur für die Erhaltung der zahlreichen kirchlichen Kulturgüter, sondern auch für den Glauben selbst und dessen Präsenz im öffentlichen Raum, für christliche Werte in der Gesellschaft sowie Niederösterreich als „christliches Land“ eingesetzt.

„Landeshauptmann Erwin Pröll war in den vergangenen Jahrzehnten ein starker Wegbegleiter und Wegbereiter. Er hat nicht nur Niederösterreich maßgeblich geprägt”, sagt Diözesanbischof Klaus Küng anläßlich der heutigen Verabschiedung des langjährigen Landeshauptmanns. „Besonders dankbar bin ich ihm für sein Eintreten für Religion und Christsein als unverzichtbare Stützen unserer Gesellschaft. Der Glanz zahlreicher Kirchen- und Kulturschätze gibt heute ein beredtes Zeugnis davon.”

Zahlreiche Projekte und Initiativen konnten in den vergangenen Jahrzehnten in guter Zusammenarbeit zwischen der Diözese St. Pölten und dem Land Niederösterreich verwirklicht werden und zeugen von einer positiven und konstruktiven Partnerschaft von Staat und Kirche”, betont der Bischof.
Der Einsatz für die Familie, für Kinder und Jugend, im Bildungswesen, in Kunst und Kultur und in zahlreichen anderen Bereichen des sozialen, wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Lebens im Dienst aller Menschen war Teil einer positiven Kultur des Miteinanders“, würdigt Küng das Engagement Prölls. Mit tatkräftiger Unterstützung des Landes konnten in den letzten Jahren u.a. die Wallfahrtsorte Maria Taferl und Sonntagberg, die Stadtpfarrkirche St. Veit in Krems sowie das Stift Zwettl und das Dach des Stiftes Göttweig renoviert werden.

„Was Politikern wohl am meisten abgeht, ist ausreichend Zeit für die eigene Familie zu haben. Ich wünsche dem scheidenden Landeshauptmann dass er diese Zeit nun genießen kann“, so der Bischof abschließend.

1997 wurde Erwin Pröll von kirchlicher Seite mit dem Großkreuz des päpstlichen Gregoriusordens ausgezeichnet.

Katholische Aktion würdigt klares Bekenntnis Prölls zum Christentum

„Die Beziehung des scheidenden Landeshauptmanns Erwin Pröll zu Christentum und Kirche im Allgemeinen und zur Katholischen Aktion im Speziellen war von gegenseitigem Respekt und Wertschätzung gekennzeichnet“, betont Armin Haiderer, Präsident der Katholischen Aktion der Diözese St. Pölten (KA). Gelegentlich habe es Kontroversen in den Diskussionen zwischen der KA und dem Landeshauptmann gegeben, aber „doch hatten wir bei Pröll immer das Gefühl, mit jemanden zu diskutieren, dem das Christentum ein Anliegen ist“.

Haiderer weiter: „Tatsächlich hat er aus seinem gelebten Glauben kein Hehl gemacht und wie kaum ein Politiker heute ist er sich der langen traditionsreichen Verknüpfung von Glaube und öffentlichem Leben bewusst.“ Der von Pröll immer wieder angesprochene „Herrgott“ sowie die Tatsache, dass es bei zahlreichen Feiern stets eine Messe im Vorfeld gab, seien nur einige Indizien für dessen selbstbewusst gelebtes Christentum. „Ein Christentum für das sich Pröll nie schämte – im Gegenteil: auf das er stolz ist. Dieses klare Bekenntnis rechnen wir ihm hoch an!“, so Armin Haiderer.

Haiderer und die Katholische Aktion freuen sich auf die Zusammenarbeit mit der neuen Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner in vielen gesellschaftspolitischen Bereichen. Auch freue man sich sehr über die Wahl von Landesrat Stephan Pernkopf zum Landeshauptmann-Stellvertreter. Mit ihm habe die Katholische Aktion etwa im Bereich Umwelt und Schöpfungsverantwortung stets hervorragend zusammengearbeitet.
Die Katholische Aktion der Diözese St. Pölten ist die größte Laienorganisation und vertritt Tausende engagierte Katholikinnen und Katholiken.