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Bischof Küng bittet um Glaubensweitergabe an Kinder

Krenstetten, 15.09.2017 (dsp) Über 600 Gläubige kamen zu den Fatima-Feierlichkeiten in der Pfarre Krenstetten. Von Mai bis Oktober ist es in den zahlreichen Fatima-Kirchen der Diözese gute Tradition, am 13. des Monats der Gottesmutter Maria die Sorgen anzuvertrauen. Vor 100 Jahren erschien Maria den Hirtenkindern in Fatima, das wird heuer besonders gefeiert. Den Gottesdienst zelebrierte Diözesanbischof Klaus Küng, er nahm auch viele Beichten ab und leitete die abschließende eindrucksvolle Lichterprozession rund um die Kirche. Bischof Küng rief dazu auf "zu beten, dass wir selber aktiv werden, damit Christus sichtbar wird als Licht der Welt".

Wichtig seien Glaubensvorbilder im Leben, die meist mehr bewirken als gute Predigten. Erste Vorbilder seien die Eltern, wenn sie ihre Kinder mit Freude in den Sonntagsgottesdienst mitnehmen. Gute Glaubensvorbilder müssten nicht "wie Engel schweben", sie seien ebenso Menschen mit Stärken und Schwächen. Aber Vorbilder seien Suchende und würden mit ihrem Herz auf das hören, was Gott zu uns spricht. Maria sei der Anfang gewesen, sie habe ein hörendes Herz gehabt und habe Ja auf den Anruf Gottes gesagt. Wir bräuchten uns nicht zu fürchten, denn Gott erwarte nichts, was wir nicht können. Um empfänglich zu werden für die Botschaft Gottes, empfahl der Bischof das gegenseitige Gebet.

Es sei weiters wichtig, andere Menschen für den Glauben anzusprechen. Bischof Küng erinnere sich an jemanden, der gemeinsam mit seiner Frau durch Begegnungen mit Priestern und anderen Gläubigen über kirchliche Eheseminare zum Glauben gefunden habe. Viele hätten zwar die Taufe empfangen, aber nur wenige seien mit dem Evangelium vertraut. Gott sei jedenfalls da, daran erinnere in jeder Kirche das Ewige Licht neben dem Tabarnakel. Er sei uns immer nahe, gerade auch durch die Feier der Eucharistie.

100 Jahre Fatima

Am 13. Mai 1917 überbrachte Maria Hirtenkindern die Geheimnisse von Fatima, darum wurde für heuer ein Jubiläumsjahr ausgerufen: 100 Jahre Fatima. Zwei wurden von Papst Franziskus heiliggesprochen. Die Botschaft von Fatima wurde während des Ersten Weltkrieges und im Vorfeld der Oktoberrevolution ausgesprochen. Darin wird zur Umkehr, zum Gebet und zum Frieden in der Welt aufgerufen. Nach dem Zweiten Weltkrieg rief der legendäre Franziskanerpriester Pater Petrus Pavlicek in einer großen Initiative, der auch zahlreiche Spitzenpolitiker angehörten, zum Gebet für die Freiheit Österreichs auf, die 1955 eintreten sollte. Dadurch sei ein bis jetzt riesiges Gebetsnetz entstanden, dem noch immer viele die Treue halten – etwa mit Fatimafeierlichkeiten an jedem 13. im Monat von Mai bis Oktober. Auch heute ist die Botschaft angesichts von Terror, Kriegen oder 60 Millionen Flüchtlingen weltweit hochaktuell.