Siehe, deine Muter! (Joh 19,27)
Team der Pastoralen Dienste
Jugendvesper Stift Seitenstetten
 
 

Bischof Küng: Basilika Sonntagberg Heiligtum mit besonderer Anziehungskraft

Foto: Kuratoriums-Mitglieder Abt Petrus Pilsinger, Landeshauptmann Erwin Pröll, Bischof Klaus Küng und Innenminister Wolfgang Sobotka

Sonntagberg, 31.03.2017 (dsp) Bei einem Pressegespräch informierten Mitglieder des Kuratoriums zur Sanierung der Basilika Sonntagberg über die weiteren Renovierungsmaßnahmen. Dabei gab Landeshauptmann Erwin Pröll bekannt, dass er im Zuge seines Rücktrittes auch die Funktion als Kuratoriums-Mitglied zurückgelegt habe. Die Westfassade sei schön geworden, jetzt stünden umfangreiche Arbeiten an der Süd- und Ostfassade an.

Der St. Pöltner Diözesanbischof Klaus Küng verwies auf die Bedeutung der Mostviertler Basilika. Diese habe eine „besondere Anziehungskraft“ für die ganze Region. Weites habe sie eine große Bedeutung als Dreifaltigkeitskirche. Er glaube, dass die Basilika Sonntagberg noch mehr an Bedeutung gewinnen werde. Der Sonntagberg sei „ein Ort des Heils und gut für die Seele“.
 
Landeshauptmann Erwin Pröll kündigt an, dass die Renovierungsmaßnahmen bis 2024 abgeschlossen seien. Investiert werden insgesamt rund 4,5 Millionen Euro, die von Bund, Land, Diözese, dem Erhaltungsverein sowie dem Stift Seitenstetten bereit gestellt werden. Die Benediktiner von Seitenstetten betreuen das Mostviertler Wahrzeichen auch. Niederösterreich habe ein Drittel aller denkmalgeschützter Objekte und mit der Bewahrung wolle das Land den Vorfahren und Nachkommen gerecht werden. Das sei auch ein Bekenntnis zu Niederösterreich als christlich geprägtes Land, so Pröll. Man wolle die christlichen Traditionen hochhalten und stehe zu diesen Wurzeln. Auch er sieht die Bedeutung des Sonntagberges noch wachsen: als Pilgerort und aufgrund des Kulturtourismus.
 
Innenminister Wolfgang Sobotka, der dem Erhaltungsverein "Verein Basilika Sonntagberg" vorsteht, erklärte, dass der Sonntagberg nicht nur ein Denkmal, sondern auch wichtig für den Glauben sei. Er verwies etwa auf die große Motorradwallfahrt am 7. Mai, zu der 400 Biker aus ganz Österreich erwartet werden. Die Verwurzelung des Sonntagberges zeige sich auch an den vielen Unterstützern aus der Bevölkerung, so Sobotka. Er lud auch dazu ein, die umfangreiche Kultur am Sonntagberg zu genießen.
 
Der Seitenstettner Abt Petrus Pilsinger sagte, hier am Sonntagberg solle Gottesbeziehung vermittelt werden. Schaue man vom Sonntagberg runter, sehe man die Breite des Katholischen in den umliegenden Orten. Es brauche einen „katholischen Weitblick“, der das Gegenteil von fanatischem Glauben sei.

Infos zum Sonntagberg

Seit Jahrhunderten ist der Sonntagberg eines der wichtigsten Pilgerziele Mitteleuropas. Als Aussichtsberg weithin sichtbar, ist er das Wahrzeichen des Mostviertels und eines der spirituellen Zentren Österreichs. Jahrzehnte des Wandels haben die Substanz dieses wertvollen Kulturschatzes geschwächt. Der Sonntagberg feiert 2014 das 400-Jahr Jubiläum seines Gnadenbildes und 50 Jahre Erhebung zur Basilika Minor. Dies verweist auf die Bedeutung dieses Gnadenortes und seine jahrhundertealte Tradition. Der Sonntagberg war ab dem 18. Jahrhundert neben Mariazell der wichtigste Wallfahrsort der Donaumonarchie. Rund 120.000 Wallfahrer kamen aus Tschechien, der Slowakei, Ungarn, Deutschland und natürlich aus Österreich auf den Berg im Mostviertel. Der Sonntagberger Gnadenstuhl – die Darstellung der Dreifaltigkeit, die Sonntagberger Fraisensteine, die Türkenquelle und die barocke Basilika ließen europäische Tradition und Geschichte entstehen. Seit einigen Jahren bemüht sich die Region intensiv um die Revitalisierung.

Das Werk Jakob Prandtauers ist aufgrund seiner Lage der Witterung besonders stark ausgesetzt. Fresken, Altäre, Kunstwerke und das Bauwerk an sich bedürfen dieser grundlegenden Sanierung.
 
 
Foto: Kuratoriums-Mitglieder Abt Petrus Pilsinger, Landeshauptmann Erwin Pröll, Bischof Klaus Küng und Innenminister Wolfgang Sobotka