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Bischöfe rufen Katholiken zur Pfarrgemeinderatswahl auf

Bereichsleiter Mag. Peter Haslwanter, Weihbischof Dr. Anton Leichtfried, Regionalbegleiterin Mag. Michaela Lugmaier, Pfarrer Mag. Franz Kronister

St. Pölten, 18.03.2017 (dsp/KAP) Die Bischöfe rufen alle Gläubigen dazu auf, am kommenden Sonntag bei den österreichweiten Pfarrgemeinderats-Wahlen ihre Stimme abzugeben. In einer Erklärung zum Abschluss ihrer Frühjahrsvollversammlung danken die Bischöfe allen bisherigen Pfarrgemeinderäten sowie all jenen Frauen und Männern, die sich neu der Wahl stellen, ausdrücklich für ihren persönlichen Einsatz und ihr öffentliches Glaubenszeugnis. Die ehrenamtlichen Pfarrgemeinderats-Mitglieder kämen aus allen Teilen der Gesellschaft und unterschiedlichen Altersgruppen. "Diese Vielfalt der Charismen und Lebensgeschichten bereichert die Kirche und macht sie sensibel und tatkräftig für die Nöte, Anliegen und Hoffnungen der Mitmenschen", betonen die Bischöfe.

Landesweit sind rund 4,6 Millionen Katholikinnen und Katholiken zur Teilnahme an der Wahl berechtigt, die unter dem Motto "Ich bin da.für" stattfindet. Das Mindestwahlalter liegt je nach Diözese bei 16 oder 14 Jahren. In den meisten Diözesen gibt es zudem ein sogenanntes Familienwahlrecht, das Eltern berechtigt, auch für ihre Kinder eine Stimme abzugeben. Anders als bei politischen Wahlen sind bei den "PGR-Wahlen" auch jene Katholiken stimmberechtigt, die keinen österreichischen Pass haben. Bei der bisher letzten Pfarrgemeinderatswahl im Jahr 2012 gab rund jeder fünfte wahlberechtigte Katholik seine Stimme ab.

Gewählt werden 28.000 Frauen und Männer, die für die nächsten fünf Jahre Verantwortung für die Gestaltung des kirchlichen Lebens in den rund 3.000 Pfarrgemeinden übernehmen. Erfahrungsgemäß zieht rund die Hälfte der gewählten Pfarrgemeinderats-Mitglieder neu in das Gremium ein, die anderen übernehmen die Aufgabe für eine weitere fünfjährige Periode.

Mit der Neuwahl der Pfarrgemeinderatsmitglieder "vollzieht sich wieder gleichsam eine frühlinghafte Erneuerung der Kirche in unserem Land", heißt es in der Erklärung der Bischofskonferenz. Der ehrenamtliche Dienst der PGRs an der kirchlichen Basis habe sich in den vergangenen Jahrzehnten seit dem Konzil "sehr bewährt". Zusammen mit Priestern, Diakonen und anderen hauptamtlichen kirchlichen Mitarbeitern bildeten die Pfarrgemeinderäte eine Gemeinschaft und "ein Netzwerk für die zahlreichen Talente der Gläubigen, damit alle gemeinsam gleichsam als Mitarbeiter Gottes Kirche und Welt gestalten können". Das Motto der Wahl "ich bin da.für" sei "Ausdruck einer positiven Haltung, die aus Freude am Glauben Verantwortung übernimmt", so die Bischöfe.

Die PGR-Wahlen finden alle fünf Jahre statt. Zuständig ist der Pfarrgemeinderat gemeinsam mit dem Pfarrer oder Pfarrvorsteher, der zugleich PGR-Vorsitzender ist, für die Gestaltung und Entwicklung des pfarrlichen Lebens. Innerhalb des PGR gibt es verschiedene Zuständigkeiten für Aufgaben wie etwa Liturgie, Jugendarbeit oder Finanzen. Gemeinsam mit den gewählten Mitgliedern, die rund zwei Drittel der Pfarrgemeinderäte ausmachen, bilden amtliche Mitglieder wie Priester, Diakone, Pastoralassistenten sowie berufene bzw. entsandte Mitglieder wie etwa Religionslehrer die Pfarrgemeinderäte.