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Bischöfe in Justizanstalten: „Ihr seid nicht alleine“

Bischof Klaus Küng feiert Weihnachten mit den Insassen in der Kapelle der Justizanstalt Stein.

Krems – St. Pölten, 22.12.2017 (dsp) Was vor über 2000 Jahren in Bethlehem geschehen sei, werde auch hier gegenwärtig, betonte Diözesanbischof Klaus Küng bei der Weihnachtsmesse, die er mit den Insassen der Justizanstalt Stein feierte: „Ihr seid nicht alleine, Gott kommt auch zu euch. Das ist der Sinn von Weihnachten."

Alle Menschen brauchten die Geburt Jesu „in den Herzen“, damit der Friede auf die Erde komme. Das könne im Gefängnis genauso geschehen wie im Dom, betonte der Bischof. Jesus habe versprochen, „bis ans Ende der Zeiten zu kommen, „nicht um zu richten, sondern um zu retten“. Durch sein Kommen gebe es immer Hoffnung, auch wen „Schlimmes vorgefallen“ sei. Küng: „Wo echte Umkehr ist, kann Jesus auch heute heilen und vergeben.“ Durch die Vergebung könne er auch in uns zur Welt kommen.

Sogar die Jahre in Haft könnten gute Jahre sein, „sofern das Licht brennt, wenn Jesus aufgenommen werde“, sagte Küng. Wer mit ihm leben lerne, könne das Ziel erreichen, den Gott sei gütig und barmherzig. Die Christmette werde in der Justizanstalt gefeiert, damit auch den Insassen diese Hoffnung und Zuversicht zuteil werde. „Auch hier könnt ihr für andere da sein; so beginnt das Licht in euch stärker zu leuchten.“

Jeden Tag neue Chance sich zu ändern

Weihbischof Anton Leichtfried betonte in seiner Predigt bei der Weihnachtsfeier in der Justizanstalt St. Pölten, dass wir jeden Tag neu beginnen können und dass wir uns jeden Tag neu auf Gott einlassen können. So ernst werden wir von Gott genommen, dass er uns diese Freiheit gibt. Alles müsse heute jung und jugendlich sein. Darauf komme es nicht an. Es komme vielmehr darauf an neu zu werden, neu zu werden bis zum letzten Tag. Christus habe durch sein Kommen die Welt verändert, nicht durch das Schwert und Gewalt, sondern mit seinen Worten und seiner Botschaft.

Insassen der Justizanstalten hätten sicherlich nicht Weihnachten, wie man es sich vorstelle. Das gelte auch für obdachlose, ausgebombte oder Menschen auf der Flucht. Für alle, die „keine idealen Weihnachten“ haben, rief Weihbischof Leichtfried auf zu beten.

Im Rahmen des Gottesdienstes wurde auch Gefangenenseelsorger Prälat Josef Wansch gewürdigt, der zum bereits 50. Mal an der Weihnachtsfeier teilgenommen hat.