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Pilgergruppe im Herbst
Herbstlandschaft Mostviertel
 
 

Barocke Wallfahrt zwischen Frömmigkeit und Spektakel

MMag. Barbara Taubinger

St. Pölten, 12.08.2017 (dsp) Am Donnerstag, dem 31. August präsentiert das Diözesanmuseum St. Pölten im Rahmen der Reihe „Museumsblickpunkt“ Ausstellungsstücke rund um das Thema „Hoch von gnadenreicher Stelle winkt die Schenke und Kapelle“ – Barocke Wallfahrt zwischen Frömmigkeit und Spektakel.

Anlässlich des Geburtstages von Maria Theresia bezieht sich dieses Wilhelm-Busch-Zitat auf die Wallfahrt vor 300 Jahren. Einerseits wurde die Frömmigkeit gepflegt, auf der anderen Seite diente die Wallfahrt auch als Ausbruch aus dem Alltag und wurde als gesellschaftliches Event angesehen.

Objekte zur Wallfahrt aus mehreren niederösterreichischen Wallfahrtsorten werden im Museum präsentiert. Unter anderem die Reliquienmonstranz, die Hirnschale der heiligen Anna, welche früher von Pilgern geküsst wurde. Weitere Ausstellungsstücke aus Maria Taferl, Sonntagsberg, Stift Lilienfeld und Maria Langegg sind zu besichtigen.

Der „Museumsblickpunkt“ bietet Besuchern ein Mal im Monat Sonderführungen an, bei denen ein oder mehrere Museumsobjekte und Themenbereiche näher beleuchtet werden. In diesem Jahr nehmen die Themen inhaltlich auf die Sonderausstellung „1517-1717 Von der Reformation zum Hochbarock. Zur Entstehung der niederösterreichischen Sakrallandschaft“ Bezug.

Barbara Taubinger, Referentin des Diözesanmuseums, schätzt den hohen Materialwert und die Geschichte hinter jedem einzelnen Stück. „Viele wissen nicht die Beweggründe unserer Vorfahren und durch diese Objekte können wir Ihre Intuitionen besser verstehen.“ Ihre Lieblingsobjekte sind die vom Annaberg stammenden.

Die Dauer einer Führung beträgt ca. 30 Minuten. Es ist keine Anmeldung erforderlich.

Über das Thema Wallfahrt können Sie mehr im Wallfahrtsmuseum Maria Langegg im Dunkelsteinerwald, erfahren. Es feierte kürzlich seine Neueröffnung und ist für Besucher von Donnerstag bis Sonntag geöffnet.