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6.000 Caritas-Haussammler unterwegs

Caritas-Haussammler

St. Pölten, 04.06.2017 (dsp) Mehr als 6.000 Haussammlerinnen und Haussammler klopfen im Juni an mehr als 100.000 Türen in der Diözese St. Pölten. „Damit sind sie persönlich ein Teil der größten Solidaritätsaktion im Land NÖ“, betonte Christian Köstler, der Leiter der Pfarrcaritas in der Diözese St. Pölten. Im Vorjahr hat diese Aktion für Menschen in Not in Niederösterreich 884.753 Euro erbracht. Rund 90.000 Euro davon bleiben in den Pfarren für unmittelbare Nothilfe in der Gemeinde.

Mit der diesjährigen Haussammlung werden auch Menschen in akuten Notsituationen, Menschen mit Pflegebedarf, Menschen mit Behinderungen, Menschen mit psychischen Erkrankungen sowie die Bildung von Kindern und Jugendlichen unterstützt. Caritasdirektor Hannes Ziselsberger: „Die Spendengelder der Caritas Haussammlung kommen ausschließlich Menschen in Niederösterreich zu Gute. Menschen, die in unserer Nähe wohnen und von denen wir oft nicht wissen, wie sie die Not drückt. Bittere Armut ist oft nicht sichtbar. Mit der Haussammlung setzen wir ein Zeichen gelebter Nächstenliebe.“

Bei einer Feier in Wieselburg segnete Weihbischof Anton Leichtfried die Segensbänder für die Haussammlung. „Wir können nur unsere Herzen öffnen, ich kann nicht die Herzen der anderen öffnen“, betonte Weihbischof Anton Leichtfried. „Herzen öffnen sich“, so Weihbischof Leichtfried, „wenn wir Vorbilder sind, Vertrauen schaffen, Gutes tun und mit ganzen Herzen bei einer Sache sind.“ Weihbischof Leichtfried zu den Haussammlerinnen und Haussammlern: „Ich habe großen Respekt für ihren Einsatz. – Sie besuchen Menschen und ermöglichen ihnen, dass sie einfach und unbürokratisch helfen können.“ 

Verwendung der Spendenmittel vor Ort in Niederösterreich

Dringend gebraucht werden die Spendenmittel ganz besonders für die Aufgaben der Sozialberatungsstellen der Caritas, die zu einer sehr gefragten Anlaufstelle für hunderte Menschen in Notsituationen geworden sind. Die rasche Katastrophenhilfe gemeinsam mit den Pfarren, z. B. nach Hochwasser oder Bränden wo der unmittelbare Wohnraum betroffen ist wird aus diesen Spenden möglich. Auch ein Teil der Finanzierung der 18 Beratungsstellen von Rat und Hilfe, wo viele Menschen mit persönlichen und familiären Problemen Unterstützung finden, ist nur durch diese Spenden sichergestellt. Immer stärker nachgefragt wird auch das hilfreiche Angebot der Kompetenzstelle Demenz, hier wird betroffenen Familien vor Ort, kostenlos eine Beratung in dieser schwierigen familiären Situation geboten. Auch die Begleitung von Menschen in der letzten Lebensphase durch den Mobilen Hospizdienst erfordert den Einsatz von Geldern aus der Caritas-Haussammlung. Die Spenden benötigt die Caritas auch für Lerncafes in der Diözese, wo Kinder in der NMS begleitet und gefördert werden. 15 Prozent der Spenden verwenden die Pfarren unmittelbar und unbürokratisch vor Ort für die Nothilfe in der Pfarre.