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25. Internationale Waldviertler Orgelwoche

Heidenreichstein, 02.09.2017 (dsp) Zum 25. Mal brachten Organisten die "Königin der Instrumente" in Heidenreichstein bei der Internationalen Waldviertler Orgelwoche zum Erklingen. Erstaunlich ist die Zahl der Menschen, die in 25 Jahren Orgelwoche an der Rieger-Orgel gespielt haben. Sie liegt bei etwa 600 Musikerinnen und Musiker jeden Alters. Von Bach bis zu Jazz, Bethoven bis John Cage hat sie vieles erlebt. In der vergangenen Woche 2017 stand sie im Dialog mit einem Orgelpositiv, das eigens zur „Riegerin“ dazu gestimmt wurde.

1993 wurde in der Stadtpfarrkirche Heidenreichstein eine neue Orgel errichtet, eine Rieger-Orgel. Der Intonateur, Gerhard Pohl, schuf ein Instrument, das nicht nur eines der besten des Waldviertels ist, sondern in seiner Art in die Zukunft weist. Denn gerade zeitgenössische Musik wurde zu einem Schwerpunkt. Namhafte Organisten aus mehreren europäischen Ländern gaben hier schon Konzerte und unter den Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Orgelwoche ist sie das beliebteste Instrument. Obwohl sie mit nur 16 Register eher zu den kleinen Orgeln zählt, bietet sie durch ihre Eigenart unglaubliche Möglichkeiten.

Die 25. Orgelwoche war eine Feierwoche: Noch vor der Orgelweihe im September 1993 fand der erste Kurs statt. Dominicus Franz Hofer, Prämonstratenser Chorherr und damals Regionalkantor für das Waldviertel und Karl A. Immervoll, Organist in Heidenreichstein und wesentlich für die Disposition der Orgel verantwortlich, übernahmen dafür die Initiative. Etliche Jahre war die Propstei Eisgarn Quartiergeberin, ehe im Jahr 2000 die Unterbringung in Heidenreichstein erfolgte um die Wege zwischen Orgel, Kursräume, Quartier und Essensorten kurz zu halten.
 
2017 standen 15 Orgeln an 12 Orten (9 Pfarren) zu Verfügung. Ein eindrucksvolles Konzert spielte Matthias Krampe, Landeskantor und Orgelsachverständiger der Evangelischen Kirche in Österreich. 500 Jahre Reformation waren Anlass, gerade ihn einzuladen. Dementsprechend gab es auch einen Schwerpunkt „ökumenisches Liedgut“ und einen Festgottesdienst, bei dem die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Kurswoche unter der Leitung von Christoph Maaß eine Messe von Georg Phillip Telemann samt kleiner Orchesterbegleitung zur Aufführung brachten.

Zum Jubiläum wurde auch eine Festschrift erstellt, die von Interessierten unter www.orgelwoche.at bestellt werden kann.