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100 Jahre Fatima: Bischof Küng krönte Marien-Statue, die zur Umkehr aufruft

Skapulier-Fest mit Bischof Küng in der Franziskaner-Kirche

St. Pölten, 05.05.2017 (dsp) Im Vorfeld der großen Feiern in den diözesanen Fatima-Kirchen anlässlich der Verkündigung der Fatima-Botschaft vor 100 Jahren am 13. Mai 1917 kam eine Jubiläums-Pilgerstatue auch in die Diözese St. Pölten. Auf jedem Kontinent gibt es eine solche Marien-Statue, die von Papst Franziskus gesegnet wurde und in der St. Pöltner Franziskanerkirche von Bischof Klaus Küng gekrönt wurde. Außerdem wurde das beeindruckende Auflegen des Skapuliers angeboten. Am 11. Mai wird die Statue in Gaming (19 Uhr) und am 25. Mai in Maria Taferl (14 Uhr) empfangen. Mit der Statue wird auf „die dringende Botschaft von Fatima, den Ruf zur Umkehr und Sühne sowie die Bedeutung des Rosenkranzgebetes aufmerksam gemacht“.

Bischof Küng betonte bei der Feier, dass die Botschaft von Fatima, die die Gottesmutter vor 100 Jahren den Hirtenkindern überbrachte, zu Gebet und Umkehr aufrufe. Die Botschaft sei in einer düsteren Zeit ausgesprochen worden, als der 1. Weltkrieg tobte und die russische Oktoberrevolution die Welt veränderte. Das habe auch einen Bezug zur heutigen Zeit angesichts von Terror und Kriegen, viele würden eine innere Unruhe verspüren. Das betreffe auch andere Bereiche, der St. Pöltner Bischof kritisierte etwa die Selektionen: Bei jedem geringsten Verdacht von Behinderung würden Kinder abgetrieben und er warnte vor zunehmender Euthanasie. Die Fatima-Botschaft beinhalte auch Themen, die wir heute gar nicht mehr hören wollen würden: Hölle, Aufruf zu Sühne und Buße.

Es sei für ihn erschreckend, wie viele Menschen Christus nicht mehr kennen würden und dass das christliche Leben verflache, was uns nicht gleichgültig sein dürfe. Das Licht brenne oft nur mehr auf Sparflamme, es sei ein Wunder, dass es dann doch wieder da sei. Die Botschaft von Fatima sei jedenfalls eine Botschaft der Freude, denn sie verkündige uns Hoffnung für einen neuen Aufbruch. Wer Gott aufrichtig suche, werde geführt, und wer richtig auf die Situation in Kirche und Welt reagiere, der stehe unter dem Schutzmantel Marias. Mit Blick auf die eindrucksvolle Tradition des Skapuliers sagte Bischof Küng: „Gott ist unter uns, er bekleidet uns mit der Kleidung seines Heils.“

Das Skapulier und die Verbindung zu Fatima

Als Schwester Lucia – eines der Hirtenkinder von Fatima - befragt wurde, warum denn Maria bei ihrer letzten Erscheinung in Fatima als Muttergottes vom Berge Karmel erschienen war, sagte sie: „Maria wollte dadurch ihren Wunsch bekunden, dass alle Menschen das Skapulier als Zeichen ihrer Weihe an Ihr Unbeflecktes Herz tragen.“ Das Skapulier ist ein Bestandteil des Ordenshabits und ermöglicht unter bestimmten Voraussetzungen – etwa das tägliche Gebet des Rosenkranzes – den Erhalt einer besonderen Gnade. Dieses Sakramentale geht auf eine Vision des hl. Simon Stock zurück, einem Generaloberen der Karmeliten, dem die Gottesmutter Maria erschien. In der Vision trug sie ein Skapulier in der Hand und gab dem hl. Simon Stock das Versprechen, dass jeder, der es trage, unter ihrem besonderen Schutz stehe. Auch Angehörige anderer Orden und schließlich Laien baten dann, ein solches Skapulier tragen zu dürfen. Mit dem Tragen des Skapuliers sind zwei Versprechen verbunden: die Bewahrung vor der Verdammnis und Maria werde am ersten Samstag nach dem Tod aus dem Fegefeuer befreien.

Fatima-Kirchen in der Diözese St. Pölten – in diesen wird das Fatima-Jubiläum auch am 13. Mai gefeiert:

Pfarrkirche Droß, Euratsfeld (Kirchlein Aigen), Stift Geras, Pfarrkirche Grainbrunn, Kloster Hainstetten, Heiligeneich (Schlosskapelle Atzenbrugg), Pfarrkirche Mank, Pfarrkirche Maria Jeutendorf, Pfarrkirche Maria Laach, Pfarrkirche Neuhofen an der Ybbs, Pfarrkirche Pyhra, Pfarrkirche St. Oswald, Pfarrkirche Vestental, Pfarrkirche Waidhofen an der Ybbs, Pfarrkirche Waldenstein

Foto: Feier mit Skapulieren in der St. Pöltner Franziskaner-Kirche