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Pfarren sammeln am 6. Jänner für weltweite Priesterausbildung

 Foto (Missio): Priesterseminaristen Flores, Indonesien

St. Pölten, 28.12.2016 (dsp) "Missio Austria" (Päpstliche Missionswerke in Österreich) bittet im Hinblick auf die Epiphanie-Sammlung am 6. Jänner um Spenden für die Priesterausbildung in den Ländern des "Südens". Für das Leben der Kirche seien diese Zuwendungen "existenziell", wies Missio in einer Aussendung am Montag hin: Mehr als 80.000 Priesterstudenten und hunderte Priesterseminare in Asien, Afrika und Lateinamerika würden zu einem Großteil von Spenden über die Päpstlichen Missionswerke finanziert. In den ärmsten Ländern der Welt können sich weder die Seminaristen selbst noch ihre Diözesen die Ausbildung zum Priester leisten.

Deshalb riefen die Päpste eine Kollekte ins Leben, die in beinahe allen Ländern weltweit am 6. Jänner, dem Fest der "Erscheinung des Herrn" (Epiphanie bzw. Fest der Heiligen Drei Könige) stattfindet. An diesem Tag wird die gesamte Kollekte der Gottesdienste in Österreich für die Förderung der Priesterausbildung verwendet.

"Unsere Unterstützung ist wichtiger denn je", betonte Missio-Nationaldirektor P. Karl Wallner. Viele Priesterseminare müssen Kandidaten einzig und allein aus Kostengründen ablehnen. Die Kollekte am 6. Jänner sichere die "spirituelle und materielle Grundversorgung der Seminare", so Wallner. Jedoch könne nicht verschwiegen werden, dass breite finanzielle Unterstützung für dieses Anliegen immer schwerer falle: "Denn während die Zahl der Berufungen in den armen Ländern steigt, sinkt unsere Kollekte."

Selbst in islamischen Ländern wie Pakistan gebe es trotz eingeschränkter Religionsfreiheit zahllose Berufungen und überfüllte Seminare, die dringend ausgebaut werden müssten, erklärte der Missio-Nationaldirektor. "Ich habe den Eindruck, dass gerade jetzt, wo der Glaube bei uns in Europa schwächer wird, Gott in den jungen Kirchen besonders laut ruft. Am 6. Jänner müssen wir helfen!", so sein Appell.

"Die Welt braucht Priester"

Das Fest der Heiligen Drei Könige am 6. Jänner gilt als das älteste Missionsfest der Kirche. Die Weisen aus dem Morgenland hätten bei Ihrer Begegnung mit dem kleinen Jesuskind den Glauben angenommen. "Dieses Licht von Weihnachten haben sie dann hinausgetragen in die ganze Welt, zu den fernsten Völkern", erläuterte P. Wallner den Ursprung dieses Festes. Auch Missio wolle dieses Licht weitertragen - mithilfe der Priester. Der Missio-Chef betonte: "Die Welt braucht Priester, weil sie Christus braucht. Wenn sie Christus nicht hat, verfällt sie." Die Investition in die Ausbildung der Priester sei die beste Investition in die Zukunft.

(Spenden sind erbeten an "Missio Päpstliche Missionswerke", PSK-Konto IBAN: AT96 6000 0000 0701 5500; Online-Spenden auf www.missio.at)

Foto (Missio): Priesterseminaristen Flores, Indonesien