Sommerkampagne 2016
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Papst: Leiden Jesu ist Aufruf zur Flüchtlingshilfe

Die Leidensgeschichte Jesu ist nach den Worten von Papst Franziskus ein Appell an die heutige Menschheit, Flüchtlingen zu helfen. Jesus sei jede Gerechtigkeit verweigert worden und er habe auch wegen Menschen gelitten, denen sein Schicksal gleichgültig gewesen sei, sagte Franziskus bei der Palmsonntagsmesse auf dem Petersplatz.

Dabei müsse er an die Ausgegrenzten und Flüchtlinge denken, für deren Schicksal ebenfalls niemand Verantwortung übernehmen wolle. Das Leid Jesu sei ein Aufruf, das eigene Leben zu reinigen, indem man sich dieser Notleidenden annehme.

An Palmsonntag wird der feierliche Einzug Jesu in Jerusalem gefeiert, was ein Gegensatz zur ganzen Karwoche bildet mit dem Leiden und der Schmach Jesu. Denn Jesus habe "an seinem Leib auch die Gleichgültigkeit" erlebt, wie es heute "viele Flüchtlinge" erlebten, "für deren Schicksal viele nicht die Verantwortung übernehmen wollen", so der Papst.

Bei seiner Generalaudienz am Mittwoch hatte Franziskus die Schließung der Balkanroute für Flüchtlinge ausdrücklich kritisiert. Migranten, die aus einem anderen Teil der Welt einreisen wollten, müssten unter freiem Himmel ohne Nahrungsmittel an der Grenze ausharren und fühlten sich nicht aufgenommen, "weil viele Türen und Herzen geschlossen sind", sagte er. Ihm hingegen gefalle es sehr, "Nationen, Regierende, zu sehen, die Herzen und Türen öffnen".

(20.03.2016, KAP)