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Papst in der Osternacht: Kirche muss Hoffnung geben

Papst Franziskus hat die Kirche in der Osternacht aufgerufen, die Botschaft von der Auferstehung Jesu und dem ewigen Leben wieder stärker in den Mittelpunkt zu rücken und glaubwürdig zu verkünden.

"Wir sind berufen mit unserem Leben den Auferstandenen zu verkünden. Andernfalls wären wir eine internationale Einrichtung mit einer großen Zahl von Anhängern und guten Regeln, aber unfähig, die Hoffnung zu geben, nach der die Welt dürstet", sagte er am Samstagabend bei der Feier im Petersdom in Rom. Die Osterbotschaft von der Auferstehung und Gottes Trost für die Menschen, flöße die wahre Kraft für das Leben ein. Diese Hoffnung sei für die Christen mehr als bloßer Optimismus oder eine psychologische Haltung, sondern "ein Geschenk, das Gott uns macht, wenn wir aus uns selbst herausgehen und uns ihm öffnen".

"Der Herr befreie uns aus dieser schrecklichen Falle, davon, Christen ohne Hoffnung zu sein, die leben, als ob der Herr nicht auferstanden wäre und der Mittelpunkt des Lebens unsere Probleme wären", sagte Franziskus in seiner Predigt. Diese Probleme werde es immer geben. Sie seien wie der Stein vor dem Grab Jesu. Wer sich aber seiner Traurigkeit ergebe, bleibe in sich gefangen und könne nicht das Leben finden.

Franziskus fuhr fort: "Öffnen wir stattdessen dem Herrn unsere verschlossenen Gräber, damit Jesus eintrete und das Leben schenke; bringen wir zu ihm die Steine des Haders und das Geröll der Vergangenheit, die schweren Felsblöcke der Schwächen und des Versagens. Er möchte kommen und uns an der Hand nehmen, um uns aus der Angst herauszuziehen." 

Gott lasse nicht alles auf der Welt schön erscheinen und beseitige das Böse nicht mit dem Zauberstab. Wahre Lebenskraft bestehe aber nicht in der Abwesenheit von Problemen, sondern in der Gewissheit, von Jesus Christus, dem Sieger über Sünde, Tod und Angst, immer geliebt zu werden und Vergebung zu empfangen. "Nichts und niemand kann uns je von seiner Liebe scheiden", sagte Franziskus.

"Christus ist auferstanden! Öffnen wir uns der Hoffnung und machen wir uns auf den Weg", sagte der Papst zum Ende seiner Predigt. Die Feier der Auferstehung sei ein strahlendes Licht und führe die Menschen zu einem Ostern, "das kein Ende hat".

Anschließend taufte Franziskus zwölf Erwachsene im Alter zwischen 22 und 60 Jahren, unter ihnen den Botschafter Südkoreas in Italien, Yong-Joon Lee (60), und dessen Ehefrau Hee Kim (55). Weiter waren unter den neuen Katholiken vier Frauen und zwei Männer aus Albanien, ein Inder sowie drei Frauen aus Kamerun, China und Italien. Bei der traditionellen Papsttaufe in der Osternacht erhielten sie zugleich die Erstkommunion und das Sakrament der Firmung.

(26.03.2016, KAP)