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Kinder an der Orgel
Pater und Jugendliche am Lagerfeuer
 
 

Faschingssonntag: Priester sorgen in Gottesdiensten für Lacher

Foto: Vorfreude in Steinakirchen auf den Gottesdienst am Faschingssonntag mit Pfarrer Hans Lagler

St. Pölten, 03.02.2016 (dsp) In vielen Kirchen halten die Pfarrer am Faschingssonntag "Faschingspredigten" - in manchen Pfarren bringen Clowns die Messfeiernden zum Lachen, in anderen sorgen Mesner für Witze. Legendär sind die Faschingspredigten von Hans Lagler, Pfarrer von Steinakirchen, der diese Tradition bereits von seinen Vorgängern übernommen hat. Das Besondere daran: Er hält die Predigt in Reimform und in Mostviertler Dialekt. Heuer nimmt er die Vereine aufs Korn.

 Ein weiterer großartiger Faschingsprediger ist Rupert Grill, Pfarrer von Zeillern, auch in der Pfarre von Manfred Heiderer, Sindelburg, wird schon an einer Faschingspredigt gefeilt. Natürlich darf auch Herbert Reisinger nicht fehlen, der Pfarrer von Langenhart sorgt derzeit für Aufsehen als "Kabarett-Pfarrer". Als witzig gelten weiters P. Pius Maurer, Prior vom Stift Lilienfeld, oder Pfarrer Peter Bösendorfer aus Amstetten-St. Stephan sowie Pfarrer Hans Lagler, Pfarrer von Steinakirchen.

 Ein weiterer, der das seit Jahren praktiziert, ist Dechant Johann Zarl, Pfarrer von St. Valentin. Da darf auch schon mal der Clown in der Kirche nicht fehlen. Doch Pfarrer Zarl zeigt bei allem Spaß auch die ernsthafte Seite des Clowns: "Das Äußere von uns Menschen mag sicher erscheinen, aber es ist nur meine Maske! Nur hinter der Maske sind wir Menschen, wie wir wirklich sind. Oft ängstlich, verzagt, allein. Oft verberge man das. Hören wir jetzt miteinander hin auf den, der hinter unsere Masken schaut. Der uns unsere Sorgen abnehmen möchte - nämlich Gott. Der uns ermutigt: hier in unseren Kirchen, unsere Masken abzunehmen, weil er nicht unsere Masken, sondern dich und mich liebt, so wie wir sind, völlig ungeschützt."

Der St. Valentiner Priester: "Unser Papst Franziskus überzeugt mit Humor und mit seinem Zugehen auf die Menschen. Da haben wir ein großartiges Beispiel. Franziskus mag es auch nicht, wenn die Leute griesgramig sind, das passe einfach nicht zu Christen, die das Evangelium haben, also die Frohe Botschaft." Zarl kann aber auch noch auf einen der beliebtesten Heiligen der Kirche verweisen, auf den legendären Jugendseelsorger Don Bosco, der vor genau 200 Jahren zur Welt kam: "Der Teufel mag keine fröhlichen Menschen!" Bei Gott sei es umgekehrt, diese Lebensfreude wolle die Kirche auch den Menschen vermitteln.

Foto: Vorfreude in Steinakirchen auf den Gottesdienst am Faschingssonntag mit Pfarrer Hans Lagler