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„Willkommen Mensch“-Website informiert über Know How der Flüchtlingsbetreuung

Osama, 30-jähriger Arzt aus Syrien und Flüchtling, Christian Köstler, Leiter der Pfarrcaritas der Diözese St. Pölten, Peter Bösendorfer, Pfarrer von Amstetten-St. Stephan

Zwettl-Horn-Amstetten, 28.07.2015 (dsp) Aufgrund schneller Asylverfahren fallen Kriegsflüchtlinge rasch aus der staatlichen Grundversorgung, sobald sie den „Asylstatus“ haben. Danach sind viele von heute auf morgen aufgrund der sprachlichen Barrieren auf sich alleine gestellt – sie haben Probleme bei der Wohnungs- und Arbeitessuche und wenig Geld. Genau an diesem Punkt knüpft die pfarrliche Initiative „Willkommen Mensch“ an, die schnell, unbürokratisch und solidarisch sein will. Mit der neuen Website www.willkommen-mensch.at wird über die Betreuung von Flüchtlingen informiert.

Gemeinsam sorgen die Initiatoren, wie engagierte Bürger/nnen für ein Gefühl des „Ankommens der Kriegsflüchtline in den österreichischen Regionen.

„Unsere Mission ist ein Netzwerk für Information und Hilfe aufzubauen, aber auch Bewusstseinsbildung zu betreiben. Wenn man sich in die Augen schaut und sich kennenlernt entsteht schnell eine Verbindung“, so Pfarrer Peter Bösendorfer über die Initiative „Willkommen Mensch“, die seit einigen Monaten aufgrund des großen Flüchtlingsstroms besteht.

Hilfswillige aus den Regionen Amstetten, Euratsfeld, Seitenstetten, Horn und Zwettl können sich melden, um auf folgende Weise zu unterstützen: Deutsch unterrichten, eine Familie betreuen, Sachspenden abgeben bzw. eine Wohnung oder Wohnraum anbieten.

Die Website bietet weiters Erfahrungsberichte sowie Tipps von Personen, die bereits Menschen in Not geholfen haben. Dabei werden auch die wichtigsten Fragen beantwortet und Kontaktadressen vorgestellt. Unter anderem zu Themen wie "Welche Arten von Unterbringungen gibt es?", "Wo gibt es Rechtsberatung?" oder "welche Ansprüche haben Flüchtlinge?". Die Internetseite informiert über Events wie z.B. Deutschkurse, Spielgruppen & Informationsveranstaltungen.

Warum das Engagement von „Willkommen Mensch“?

Sowohl Asylwerber als auch anerkannte Asylberechtigte sind auf Unterstützung durch freiwilliges Engagement angewiesen. Asylwerber werden in den vorhandenen Unterkünften nicht immer optimal betreut und haben wenig Möglichkeit sich zu integrieren. Anerkannte Asylberechtigte müssen nach dem Ende der Grundversorgung rasch eine eigene Wohnung finden und ihr Leben mit sehr geringen finanziellen Mitteln selber gestalten und sind mit vielen Dingen des Alltags besonders mit den Behördenwegen überfordert.

www.willkommen-mensch.at

Foto: Osama, 30-jähriger Arzt aus Syrien und Flüchtling, Christian Köstler, Leiter der Pfarrcaritas der Diözese St. Pölten, Peter Bösendorfer, Pfarrer von Amstetten-St. Stephan