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Weihnachten: Menschwerdung Gottes

Krippe mit Jesuskind

St. Pölten, 24.12.2015 (dsp/KAP) Zu Weihnachten feiert die Kirche das Hochfest der Geburt Jesu Christi, von der die Bibel im "Weihnachtevangelium" im 2. Kapitel des Lukasevangeliums berichtet. Die zentrale Botschaft von Weihnachten ist die Menschwerdung Gottes: Gott offenbart sich im Kind in der Krippe, er wird Mensch in Jesus Christus. Dieses Geschehen kommt in der Bezeichnung "Weihnacht" zum Ausdruck, das soviel heißt wie heilige und geweihte Nacht.

Die "Menschwerdung" Gottes wird auch als "Fleischwerdung" oder "Inkarnation" bezeichnet und ist für den christlichen Glauben fundamental: Gott ist den Menschen ganz nahe gekommen in Jesus Christus, um mit ihnen alle Freuden und Leiden zu teilen. Er kam konkret geschichtlich in Bethlehem als Kind - klein und ohnmächtig. Darum gilt Weihnachten auch als Fest der Liebe, der Familie und des Friedens.

Die Kirche feiert Weihnachten nicht nur am 24./25. Dezember (Christmette und Christtag), sondern bis zum 6. Jänner (Epiphanie-Fest). Für Christen ist Weihnachten nach Ostern das zweithöchste Fest.

In den ersten drei Jahrhunderten kannten die Christen nur das Osterfest. Erst im 4. Jahrhundert wurde in Rom der 25. Dezember als Geburtsfest Christi eingeführt. Am 25. Dezember, dem Tag der Wintersonnenwende feierten die Heiden das von Kaiser Aurelian eingeführte Fest des "unbesiegten Sonnengottes". Die Kirche setzte dem das Fest der Geburt Jesu entgegen, weil die Wintersonnenwende auf Jesus Christus hin gedeutet wurde: Er kommt als Erlöser und als Licht für die Welt.

Reiches Brauchtum: Weihnachtsbaum und Krippe

Zu den wichtigsten Elementen des christlichen Brauchtums rund um Weihnachten zählen der Weihnachtsbaum und die Krippe. Die Tradition des Weihnachtsbaumes reicht bis zum Beginn des 17. Jahrhunderts zurück. Seit etwa 1800 ist er bereits in vielen "gehobenen" Familien zu finden. In Österreich wurde er erstmals im Jahr 1813 aufgestellt. Als Symbol des Lebens hat der Weihnachtsbaum bereits in mittelalterlichen Krippenspielen eine Rolle gespielt. Dort wurde er als "Paradiesbaum" oder "Adamsbaum" bezeichnet.

Die Krippe bezeichnet ursprünglich nur den Futtertrog, in den Jesus nach seiner Geburt laut Lukasevangelium gelegt wurde (Lk 2,7). Später ging der Name "Krippe" auf figürliche Darstellungen des Weihnachtsgeschehens (Kind in der Krippe, Maria und Josef, Hirten, Ochs und Esel, die drei Könige usw.) über. Erstmals soll der hl. Franziskus im Jahre 1223 im Wald von Greccio das Weihnachtsgeschehen auf diese Art und Weise veranschaulicht haben. In Italien waren die Krippen bereits in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts weit verbreitet. Im Laufe des 16. Jahrhunderts fanden sie auch in anderen Ländern den Einzug in die Weihnachtstradition.