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Papst: Unbefleckte Empfängnis ist Botschaft der Barmherzigkeit

Die unbefleckte Empfängnis der Gottesmutter Maria ist nach Aussage von Papst Franziskus eine Botschaft der Barmherzigkeit. Sie besage, "dass Maria die erste war, die von der unendlichen Barmherzigkeit des Vaters gerettet wurde", sagte der Papst am Dienstag beim Angelus-Gebet vor rund 50.000 Menschen auf dem Petersplatz.

In der unbefleckten Empfängnis sei "die Morgendämmerung der neuen Welt zu erkennen, die vom Heilswerk des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes verwandelt" werde. Maria sei die "Mutter einer neuen Menschheit". Die katholische Kirche beging am Dienstag das Hochfest Mariä Empfängnis. Zugleich eröffnete der Papst ein Heiliges Jahr der Barmherzigkeit.

Das Fest Mariä Empfängnis erinnere daran, "dass in unserem Leben alles Geschenk ist, alles Barmherzigkeit", sagte Franziskus weiter. Die Gottesmutter Maria helfe dabei "die göttliche Barmherzigkeit als Unterscheidungsmerkmal des Christlichen zu entdecken".

Im Mittelpunkt des Festes Mariä Empfängnis steht die Überzeugung, dass Maria ohne Erbsünde von ihrer Mutter geboren wurde. Nach katholischer Lehre sind alle übrigen Menschen vom Zeitpunkt ihrer Empfängnis an mit der Erbsünde behaftet. Mit dem Begriff "Erbsünde" bezeichnen Theologen die allgemeine Schuldverfallenheit des menschlichen Daseins. Sie geht nach katholischer Überzeugung jeder persönlich zurechenbaren Schuld und Sünde voraus. Im Jahr 1854 erhob Papst Pius IX. (1846-1878) diese Lehre von Maria in den Rang eines Dogmas.

(08.12.2015, KAP)