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Flüchtlinge kochen in der „Langen Nacht der Kirchen“

Direktionsrat Peter Lafite, Landesrätin Mag. Barbara Schwarz, Diözesanbischof DDr. Klaus Küng, Superintendent Mag. Paul Weiland und diözesaner Koordinator Axel Isenbart mit Flüchtlingen aus Liberia, Georgien und Uganda sowie der kurdischen Musikgruppe „Koma Dem“.

St. Pölten, 19.05.2015 (dsp) Flüchtlinge, die von Pfarren betreut werden, sind heuer einer der Schwerpunkte der 8. „Langen Nacht der Kirchen“ in der Diözese St. Pölten. So kochen Asylwerber am 29. Mai in der Dompfarre St. Pölten und in der Pfarre Amstetten-Herz Jesu Spezialitäten aus ihren Heimatländern für die Besucher. Bischof Klaus Küng hob beim Pressegespräch zur „Langen Nacht der Kirchen“ in der Dompfarre das „beachtliche Engagement“ hervor, das in vielen diözesanen Pfarren unter dem Titel „Willkommen Mensch“ rund um die Not und das Leiden von Flüchtlingen in den vergangenen Monaten entstanden ist. In 33 Pfarren der Diözese werden rund 230 Flüchtlinge ehrenamtlich betreut. Laufend werden weitere Flüchtlinge aufgenommen, zurzeit in 4 weiteren Pfarren.

Diözesaner Schwerpunkt „Bibel.bewegt“

Ein weiteres Thema der „Langen Nacht der Kirchen“ ist an vielen Orten der diözesane Schwerpunkt „Bibel.bewegt“. „Initiative lädt zu einem Neuentdecken der Bibel ein“, erklärte Bischof Küng. „Die Vertiefung und Förderung des Verständnisses, das gemeinsame und persönliche Lesen der Heiligen Schrift öffnet für viele Gläubige eine Kraftquelle und lässt das Wort Gottes als wesentliches Fundament unseres Glaubens wieder lebendig werden.“ Insgesamt laden 87 kirchliche Orte zu 350 Einzelveranstaltungen mit einem vielfältigen spirituellen, kulturellen und kulinarischen Programm ein. In ganz Niederösterreich beteiligen sich 120 Kirchen mit rund 500 Veranstaltungen.

Weiland: „Zeichen für die Lebendigkeit christlichen Lebens“

Auch der evengelisch-lutherische Superintendent Paul Weiland ging beim Pressegespräch auf die aktuelle Flüchtlingssituation ein: Es sei die „ureigenste Aufgabe der Kirche“, Menschen in Not aufzunehmen und ihnen zu helfen. Dabei seien jedoch nicht nur die Kirchen gefordert, sondern auch die Politik und alle Menschen. Österreich, das gerade 70 Jahre Freiheit und Frieden gefeiert hat, habe „Grund sich besonders anzustrengen.
Die „Lange Nacht der Kirchen“ mit den sehr unterschiedlichen Angeboten in verschiedenen Kirchen sei ein „Zeichen für die Lebendigkeit und Vielfalt des christlichen Lebens heute“, so Weiland. Sie sei zugleich „ein sehr glaubwürdiges Zeugnis“ aller christlichen Kirchen der gemeinsamen Verkündigung der guten Botschaft von Jesus Christus für die Menschen heute. Das vielfältige Angebot in der „Langen Nacht der Kirchen“ sei eine Möglichkeit, „um Menschen zeitgemäß und mit sehr unterschiedlichen Methoden auf die Botschaft aufmerksam zu machen, die Grundlage für ein gelingendes Leben ist“.

Landesrätin Schwarz lobt Zusammenarbeit zwischen Kirche und Land

Als „Fixpunkt im Kulturkalender Niederösterreichs bezeichnete Landesrätin Barbara Schwarz die „Lange Nacht der Kirchen“ und bezeichnete die Kirche als „verlässlichen Partner“ des Landes. „Seit Jahren werde im sozialen Bereich sowie in der Bildung eine wertvolle Zusammenarbeit gelebt und wir sehen uns zuversichtlich, diese Verbindungen auch in Zukunft aufrechtzuerhalten und zu vertiefen“, unterstrich Schwarz und bekräftigte, dass „sozialer Zusammenhalt als einer der Grundpfeiler der Kirche auch für die Politik einen sehr hohen Stellenwert hat“. 

Sparkasse als Kooperationspartner

„Es ist uns ein echtes Anliegen, diese einzigartige Veranstaltungsreihe auch heuer wieder zu fördern“, betonte Direktionsrat Peter Lafite von der Sparkasse Niederösterreich Mitte West AG. Die Unterstützung der „Langen Nacht der Kirchen" sei ein „sehr wichtiger Aspekt für die Region“. Die Sparkasse wolle einerseits den Kirchen bei der Umsetzung helfen und andererseits „unserem gemeinnützigen Aspekt nachkommen“, so Lafite: „Schließlich fördert die Veranstaltung den Dialog der Bevölkerung und macht Kultur in den Kirchen für die Allgemeinheit zugänglich. Außerdem steht in dieser Nacht ein soziales Miteinander ebenso auf dem Programm wie kulturelle Highlights.“ 

Foto: Direktionsrat Peter Lafite, Landesrätin Mag. Barbara Schwarz, Diözesanbischof DDr. Klaus Küng, Superintendent Mag. Paul Weiland und diözesaner Koordinator Axel Isenbart mit Flüchtlingen aus Liberia, Georgien und Uganda sowie der kurdischen Musikgruppe „Koma Dem“.

www.langenachtderkirchen.at