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Flüchtlinge: Diözesane Pfarren vernetzen sich, um effektiver zu helfen

Pfarrliches Vernetzungstreffen in Ybbs/Donau

Ybbs, 20.05.2015 (dsp) Immer mehr Pfarren – und auch Stifte - in Niederösterreich helfen, um den vielen Flüchtlingen hierzulande ein würdiges Leben zu ermöglichen. Viele sind hochengagiert, organisieren Wohnungen, begleiten bei Behördengängen und ermöglichen das Wichtigste für den Alltag. Die Caritas und die Diözese St. Pölten boten den Pfarren, die bereits Flüchtinge aufgenommen haben, in Ybbs/Donau einen Informationsabend, um ihre Erfahrungen auszutauschen und zu vernetzen. In 33 Pfarren der Diözese werden rund 230 Flüchtlinge ehrenamtlich betreut. Laufend werden weitere Flüchtlinge aufgenommen, zurzeit in 4 weiteren Pfarren.

Bei der Veranstaltung tauschten sich die meist Ehrenamtlichen der Pfarren aus. Tenor war ua.: Die Flüchtlinge sind sehr ehrgeizig, Deutsch zu lernen. Dafür würden sich auch viele ehemalige Pädagogen „mit Herzblut“ zur Verfügung stellen, um das den Kindern beizubringen. Was alle betonten: Die Bevölkerung ist ungemein großzügig mit Sachspenden wie Möbel, Kleidung oder Schulsachen. Immer wieder gebe es Großspender, die zum Beispiel für ein Jahr die Lebensmittel der Familien zahlen. Auch Wohnungen zu organisieren fiel den meisten Unterstützern nicht so schwer, die oft notwendige Renovierung wäre dann schon die großere Mühe. Manchmal seien Flüchtlinge zu rasch gekommen, weil die Wohnungen noch nicht bezugsfertig waren. Auch die Bürokratie sei bewältigbar, wenngleich man sich erst in Bescheide hineinlesen müsse. Die Leute wollen sich rasch integrieren und interessieren sich für die Bräuche hierzulande. Ein Beispiel: Ein junger Flüchtling gewann in Randegg beim traditionellen Maibaumkraxeln. 

Viele Menschen bangen um ihre Familienangehörigen, groß ist die Freude, wenn die Familienzuführung klappt. Ein Flüchtlingsbegleiter: „Wir können schlecht Herbergsuchen zu Weihnachten spielen und dann diese Menschen in Not ablehnen!“ 

Christian Köstler, Leiter der Pfarrcaritas der Diözese St. Pölten, betont: „Ihr in den Pfarren seid nicht allein, wir wollen mit Rat und Tat zur Verfügung stehen, wo es geht.“ Die Caritas biete Hilfe, wenngleich erste Anlaufstelle die Diakonie sei, die dafür vom Land beauftragt ist. Klar sei freilich auch: Die Situation ist eine sehr herausfordernde. 

Anlaufstellen für Pfarren: 0676 / 838 44 303