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Bischof Küng: Christus ist die Pforte der Barmherzigkeit

Krippe

St. Pölten, 25.12.2015 (dsp) „Weihnachten betrifft die zentralen Fragen unseres Lebens und ist wichtig für unser Selbstverständnis", betonte Bischof Klaus Küng in seiner Predigt am Weihnachtstag im Dom von St. Pölten. Der unsichtbare Gott werde in Jesus gewissermaßen sichtbar. In diesem Zusammenhang liege jedoch ein Grundproblem vieler Menschen: „Viele leben so, als gäbe es keinen Gott. Die Dynamik in der Wettbewerbs- und Konsumgesellschaft sowie die moderne Lebensweise verführen dazu.“

Bischof Küng erinnerte an die Heiligen Pforten, die zum Beginn des „Jahres der Barmherzigkeit“ in allen Kathedral- und Jubiläumskirchen der ganzen Welt geöffnet wurden. Es sei der Wunsch von Papst Franziskus, dass viele durch diese Pforte der Barmherzigkeit eintreten. Denn diese sei ein Symbol für Christus, der gesagt hat: „Ich bin die Tür. Wer durch mich hineingeht, wird gerettet werden. “ Das gehöre zur Weihnachtsbotschaft, wie Küng erklärte: „Christus ist die Tür, die zu Gott führt. Es kann für uns schon ein Stück Heilung bedeuten, wenn wir an dieser Tür anklopfen, damit sie uns aufgetan wird.“

Papst Franziskus empfehle, in diesem außerordentlichen Heiligen Jahr einen vollkommenen Ablass zu empfangen, so Küng weiter. Der Papst gebe den Rat, durch die Heilige Pforte einzutreten, im Gebet innezuhalten und mit dem Verlangen nach Vergebung aller Sünden, nach Besserung des Lebens das Bußsakrament und die heilige Kommunion zu empfangen. „Das Ziel ist, dass Christus in uns Wohnung nimmt, dass wir unser Leben an ihm ausrichten und wir so auf den guten Weg gelangen, der uns zum Ewigen Leben mit Gott führt.

Weihnachten kann „Gottgeburt in uns“ sein

In der Christmette der Heiligen Nacht verwies Bischof Küng auf Papst Franziskus, der am Sonntag Gaudete gesagt hatte, „wir sollen uns die Freude an der Geburt des Herrn nicht nehmen lassen, auch wenn es viel Leid in der Welt gibt und uns auch in der Kirche viele Sorgen bedrücken“. Das große Anliegen des Jahres der Barmherzigkeit sei es, uns bewusst zu machen, „dass Gott ein Gott des Erbarmens ist, der angesichts der Situation des Menschen aus sich herausgeht und seinen Sohn sendet, damit wir den Weg zum inneren Frieden finden, den Weg zur inneren Heilung, indem wir eins werden mit dem, der uns erschaffen hat“.

Es sei von großer Bedeutung, sich bewusst zu machen, dass die Weihnachtsbotschaft mit der Botschaft von der Erlösung untrennbar verbunden sei, wie Küng betonte. In diesem Bewusstsein könne der Weg gefunden werden zu einem tieferen Verständnis dessen, was Weihnachten für uns persönlich sein könne: „Die Gottgeburt in uns oder, etwas vorsichtiger gesagt, die Möglichkeit dazu.“ Um das Licht, das bei der Taufe entzündet wurde, neu zu entfachen, sei der Empfang des Bußsakramentes nötig, „das fast wie eine zweite Taufe sein kann“, wie Küng sagte: „Das Licht beginnt von neuem zu leuchten. Es wird Weihnacht. Gott kommt zur Welt.“