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Bischöfe in Gefängnissen: Gott ist gegenwärtig

St. Pölten-Krems, 23.12.2015 (dsp) Mit den Insassen der Justizanstalt Stein feierte Bischof Klaus Küng am 22. Dezember die Weihnachtsmesse in der Anstaltskirche, Weihbischof Anton Leichtfried besuchte die Justizanstalt St. Pölten, um dort mit den Isassen Weihnachten zu feiern. Beide betonten, dass das große Geschenk von Weihnachten die Anwesenheit Gottes bei uns Menschen sei.

Die Geburt Jesu sein ein „historischer Moment“, beziehe sich jedoch auch auf „seine Gegenwart ganz konkret bei uns“, sagte Bischof Klaus Küng in der Justizanstalt Stein. Durch die Menschwerdung sei die „Grundlage geschaffen, dass Gott uns vergibt“. Wenn wir Christus suchen und zu ihm kommen, könne er sich selbst an uns verschenken: „Er, der uns erschaffen hat, kommt in unser Herz.“ Dies sei die „große Hoffnung“ von Weihnachten, dass Christus bei uns allen zu Welt kommen könne.
Küng wies auch auf die Bedeutung des „Jahres der Barmherzigkeit“ hin: Papst Franziskus wünsche, dass überall bewusst werde, dass Gott Barmherzigkeit sei. Die Pforte der Barmherzigkeit könne auch die jeweilige Zellentür symbolisieren, denn die eigentliche Tür zur Barmherzigkeit sei Christus: „Wer durch diese Türe geht, empfängt Vergebung und Frieden.“

Weihbischof Anton Leichtfried erinnerte in der Justizanstalt St. Pölten an den Kern und den Inhalt des Weihnachtsfestes: die Geburt Jesu. Dieser Inhalt werde von einem Rahmen umgeben. Dieser Rahmen sei aber vielen jetzt „abmontiert“ worden: Jenen 60 Millionen Menschen, die weltweit auf der Flucht sind; jenen, die Angehörige verloren haben oder jenen, bei denen eine schlimme Krankheit diagnostiziert wurde. Auch den Häftlingen sei „der Rahmen abmontiert“ worden. Aber wir alle hätten trotzdem zu Weihnachten ein wunderbares Geschenk bekommen, „nämlich Jesus, der immer mit uns ist“.
Der St. Pöltner Weihbischof: „Gott feiert das Leben mit uns! Nicht nur an den Feiertagen, sondern auch im Alltag.“ Gott gehe bewusst zu den Menschen, die an den Rändern sind und es schwer haben im Leben. Er läuft nicht davon, sondern sei immer mit uns und habe eine großartige Botschaft. „Wir feiern das zu Weihnachten und dieses Geschenk Jesu können wir immer wieder aufs Neue feiern. Er ist für uns da – immer und überall.“