Erntekrone
Pilgergruppe im Herbst
Herbstlandschaft Mostviertel
 
 

Beispiel Traismauer: In immer mehr Pfarren kommen Flüchtlingsfamilien unter

Pfarrer Seeanner bringt zum Abschluss der Adaption der Räumlichkeiten ein Kreuz an.

Traismauer, 08.12.2015 (dsp) Jede Pfarre soll zumindest eine Flüchtlingsfamilie aufnehmen: Dazu rief Papst Franziskus im Sommer auf. Für die Stadtpfarre Traismauer hat der Pfarrgemeinderat bereits im September einstimmig beschlossen, leerstehende Räumlichkeiten rasch zu adaptieren und für die Aufnahme einer Flüchtlingsfamilie vorzubereiten.

"Wir können natürlich mit diesem Beitrag nicht die großen Probleme der aktuellen Flüchtlingskatastrophe lösen, die ganz Europa derzeit beschäftigt. Mit dieser Initiative wollen wir jedoch einer Flüchtlingsfamilie wieder dauerhaft Hoffnung schenken. Dies ist ein Ruf der Stunde, dem so viele Freiwillige in den letzten Wochen gefolgt sind. Dafür sage ich ein herzliches Vergelt´s Gott! Bis auf die Sanitär- und Elektroinstallationen konnten nahezu alle Leistungen für die Stadtpfarre kostenfrei erbracht werden!", erklärt dazu Stadtpfarrer Josef Seeanner. Nach der Fertigstellung der Wohnung wird nun bald eine Familie aufgenommen werden können, eine Zuteilung wird bereits von der Caritas vorbereitet.

Die Arbeiten begannen dafür im Oktober und wurden nun abgeschlossen. Dabei wurden zwei größere leerstehende Räume im bestehenden Pfarrhof zu einer Wohnung, nun bestehend aus einem Vorzimmer, einer geräumigen Wohnküche mit Küchenblock, Sitzecke sowie Couch, zwei Schlafzimmern und einem Bad mit Dusche, umgebaut. Bis auf die Sanitär- und Elektroinstallationen, die aus Versicherungsgründen von einem konzessionierten Fachbetrieb, konkret von der Traismaurer Firma Blamauer, durchgeführt wurden, erfolgten alle anderen Leistungen durch Freiwillige der Stadtpfarre. Dabei wurden etwa drei neue Wände errichtet, die Räume neu verputzt und ausgemalt, drei neue Türstöcke gesetzt, ein neuer Boden verlegt, ein Bad neu errichtet sowie alle Räume bereits eingerichtet.

Die Stadtpfarre bedankt sich bei allen Spendern von Sachspenden, vor allem auch bei den Firmen INNO-REC, Malerbetrieb Bushra Selimi, Campus-Bau, Traunfellner, MAPEI und LAUFEN-Sanitärkeramik für die Baumaterialien, Malereisachen und auch die Sanitärkeramik, beim Reit- und Fahrverein für eine großzügige Geldspende sowie bei den vielen privaten Spendern von Einrichtungsgegenständen, Gebrauchsgütern und Geldbeträge sowie natürlich vor allem bei allen freiwilligen Helferinnen und Helfern, die insgesamt über 440 (!) Stunden an Freiwilligenleistungen für dieses Projekt erbracht haben. Wer zu diesem Projekt noch etwas beitragen möchte, kann dies mit einer Geldspende auf das Konto der Stadtpfarre (IBAN: AT432021900100012640) mit dem Betreff "Spende Pfarrwohnung" leisten.

Foto: Stadtpfarrer Josef Seeanner bringt als Abschluss der Arbeiten ein Kreuz in der neurenovierten Pfarrwohnung an - im Bild mit dem Projektleiter des Umbauprojektes, Lukas Leitner (l.,) sowie Kurt Teufl.