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Weihnachten ist „Provokation“ in unserer Zeit

St. Pölten, 26.12.2014 (dsp) Weihnachten rühre an die „zentralen, existenziellen Fragen unseres Lebens und der Liebe“, die den tiefsten Sinn unseres Lebens ausmache, sagte Bischof Klaus Küng beim Pontifikalamt am Christtag im Dom von St. Pölten. Weihnachten zeige uns zugleich, „dass es eine Familie ist, in der Gottes Wort zur Welt kommt.“ Dies unterstreiche die Bedeutung der Familie für die Menschen.
Predigt im Wortlaut

Weihnachten stelle auch „so etwas wie eine Provokation dar“, so Küng: „Gott wird Mensch, damit der Mensch Gott ähnlich wird.“ Dies sei auch eine Provokation für „ein Denken, das gerade in unserer Zeit sehr verbreitet ist“. Aufgrund der Erfolge der Naturwissenschaften bestehe eine „Neigung zur Verflachung“, da die Naturwissenschaften „nur vom Sichtbaren, Messbaren, mit unseren Fähigkeiten Wahrnehmbaren ausgeht“ und das Übernatürliche nicht beachte.

Die aktuelle Diskussion über das geplante Fortpflanzugsmedizingesetz sei „ein typisches Beispiel dieser Sichtweise“, wie Küng betonte: „Embryonen werden vor ihrer Implantation  in die Gebärmutter der Frau untersucht und bei geringstem Verdacht auf Vorliegen eines Schadens  verworfen.“ Dies werde damit begründet, dass Abtreibung im Rahmen der Fristenregelung bis zum 3. Monat straffrei also „erlaubt“ sei. Im Falle eines Verdachtes, dass eine Behinderung vorliegen könnte, gelte dies sogar bis unmittelbar vor der Geburt. Der Embryo werde lediglich als „Zellhaufen“ behandelt. Dabei werde „verdrängt“ dass es sich um einen „Menschen im allerersten Anfang“ handle.

Weihnachten lenke unseren Blick „auf die tieferen Fragen“ und schenke uns „auch in unserer Schwachheit“ Hoffnung. Küng: „Durch Jesus Christus, geboren aus der Jungfrau Maria, können wir zu Gott Vater finden, kann unsere Liebe, kann unser Leben heil werden, sich entfalten, zur Erfüllung gelangen.“

Predigt im Wortlaut