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Telefonseelsorge 142 in diesem Jahr über 63.000 Mal gewählt

Bischof Klaus Küng bei der Telefonseelsorge

St. Pölten, 27.12.2014 (dsp) Wie jedes Jahr war Diözesanbischof Klaus Küng am Vorabend der Heiligen Nacht bei der Telefonseelsorge erreichbar. Drei Stunden hatte er ein „offenes Ohr“ für die Hilfe und Rat suchenden Menschen.

Jedes Jahr verbringen etwa 10% der Österreicherinnen und Österreicher ein einsames Weihnachtsfest, das sind rund 700.000 Erwachsene, wie Susanne Rasinger, Leiterin der Telefonseelsorge Niederösterreich berichtet. Die Hauptthemen seien in der Weihnachtszeit die gleichen wie im übrigen Jahr, „die Emotionalität ist jedoch deutlich anders“. Es gehe vor allem um zwischenmenschliche Konflikte, die zu Weihnachten stärker bewusst werden, um Einsamkeit, Generationenkonflikte und Unversöhntheiten. Auch der Verlust von geliebten Menschen werde in der Weihnachtszeit stärke empfunden, ebenso Schicksalsschläge und Kränkungen. Weitere Themen seien Suchtproblematik und Existenzängste.

In der Telefonseelsorge Niederösterreich waren von Jänner bis Dezember 2014 75 Frauen und Männer ehrenamtlich tätig. In ganz Österreich nehmen rund 800 ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Anrufe entgegen. Leitung, Organisation und Verwaltung werden in St. Pölten von zwei hauptamtlichen Mitarbeiterinnen wahrgenommen.

2104 gab es in der Telefonseelsorge NÖ ein Gesprächsangebot von 9.172 Stunden. 63.199 Mal wurde zwischen 1. Jänner und 30. November die Nummer der Telefonseelsorge 142 gewählt. Daraus ergaben sich 18.301 längere Gespräche mit einer Gesamtgesprächsdauer von 2.945 Stunden.
Über die Online-Beratung gab es österreichweit 1681 Kontakte, 194 davon durch die Telefonseelsorge NÖ. Die größte Altersgruppe sind hier die 21- bis 25-Jährigen, deren häufigste Themen Beziehungsprobleme, Einsamkeit und psychische Erkrankungen. Für Herbst 2015 ist zusätzlich eine Chatberatung geplant.

www.telefonseelsorge.at