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Ökumenische Suche nach Flüchtlingsquartieren

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St. Pölten, 08.08.2014 (dsp) Eine Anfrage nach Unterkünften für Flüchtlinge schickt die Caritas der Diözese St. Pölten in diesen Tagen an alle Pfarren aus. „Flüchtlingen, die in unser Land kommen, muss eine menschenwürdige Unterkunft zu Verfügung gestellt werden“, betont Caritas-Direktor Friedrich Schuhböck. Der Brief geht an alle Pfarrämter, Pfarrsekretärinnen, Diakone, Stv. Pfarrgemeinderatsvorsitzende und Verantwortliche der Pfarrcaritas. Durch diese Maßnahme dürfe jedoch die Politik „nicht aus ihrer Verantwortung entlassen“ werden, so Schuhböck.

Mit diesem Aufruf unterstützt die Caritas „den vom Land Niederösterreich mit der Betreuung und Begleitung von Flüchtlingen beauftragten Dienst der Diakonie bei der Suche nach leistbarem Wohnraum“, heißt es in dem Schreiben. Es werden vermietbare, bezugsfertige Wohnungen für Wohngemeinschaften oder Familien gesucht. Da Asylwerber und Flüchtlinge nur relativ wenig finanzielle Mittel zur Verfügung haben, darf die monatliche Miete (inkl. Betriebskosten) nicht mehr als 400 Euro betragen.

Evangelische Diakonie übernimmt Betreuung der Flüchtlinge

Quartiere, die die Bedingungen erfüllen, sollen direkt an die evangelische Diakonie, die aufgrund einer Aufgabenteilung für die Flüchtlingsbetreuung zuständig ist, gemeldet werden: Armin Schönberg, 0664 889 82 652, wohnberatung.noe@diakonie.at. „Niemand braucht Angst davor haben, dass es zu kompliziert wird“, will Direktor Schuhböck die Hemmschwelle senken: Die Diakonie steht für alle weiteren Fragen zur Verfügung und übernimmt im Rahmen der Grundversorgung auch die Betreuung der Flüchtlinge vor Ort. „Wir arbeiten in bewährter ökumenischer Art gemeinsam im Geiste der Nächstenliebe.“

Wichtig für Schuhböck ist auch die „menschliche Begegnung“ mit den Flüchtlingen, die dem christlichen Grundauftrag entspreche. „Die Pfarrgemeinden sollten darauf schauen, wie es den Familien und den Kindern geht. Es muss auch eine Begleitung der Flüchtlinge vorhanden sein, nicht nur die administrative Betreuung aus der Grundversorgung.“