Sonntag der Völker
Sendungsfeier Pastoralassistent/innen
Weinstock
 
 

"Neokatechumenaler Weg" seit 40 Jahren in Österreich

Mit einem Dankgottesdienst im Wiener Stephansdom haben die Mitglieder des "Neokatechumenalen Wegs" der katholischen Kirche am Freitagabend das 40-jährige Bestehen ihrer geistlichen Gemeinschaft in Österreich gefeiert. An der Messe mit Kardinal Christoph Schönborn nahmen zahlreiche Gläubige aus mehreren österreichischen Diözesen teil, unter ihnen auch viele Familien mit insgesamt rund 300 Kindern.

Konzelebranten beim Gottesdienst waren der Apostolische Nuntius in Österreich, Erzbischof Peter Stephan Zurbriggen, sowie die Diözesanbischöfe Ludwig Schwarz (Linz) und Klaus Küng (St. Pölten) und der Wiener Weihbischof Franz Scharl.

Kardinal Schönborn dankte in seiner Predigt den Mitgliedern der Gemeinschaft, dass sie sich auf die Katechese und die Erneuerung des Glaubens einließen sowie für ihre Bereitschaft zur Gründung großer Familien. "Ihr seid offen für das Leben", sagte der Wiener Erzbischof.

Schönborn rief die Neokatechumenen dazu auf, die "Leidenschaft Gottes für das Glück der Menschen" in sich zu aufzunehmen. Das sei Voraussetzung, um evangelisieren zu können. "So wie eine Mutter ihre Kinder liebt, so liebt Gott uns und will, dass wir das Glück erkennen", sagte der Kardinal. "Wir haben uns in unserer Kirche eingerichtet, haben wunderschöne Dome, Kirchen und Gemeinschaften. Aber die Mission, die Verkündigung braucht Menschen, die die Leidenschaft Gottes für das Glück der Menschen kennen."

Die Gemeinschaft des Neokatechumenats (Cammino neocatecumenale/Neokatechumenaler Weg) entstand 1964 in Madrid aus den geistlichen Unterweisungen des spanischen bildenden Künstlers Francisco "Kiko" Arguello unter den Armen von Madrid. Das Neokatechumenat will getaufte Christen langfristig auf ihrem Glaubensweg begleiten und ihr religiöses Leben intensivieren. Ein fester Stamm von Menschen soll den Glauben leben und weiter tragen.

Der Name der Gemeinschaft, die nach einer fast zwei Jahrzehnte umfassenden Probephase 2008 vom Vatikan endgültig offiziell anerkannt wurde, lehnt sich an die Einführung von Taufbewerbern ("Katechumenat") in den christlichen Glauben an.

Die Bewegung besteht heute nach eigenen Angaben aus rund 25.000 Gemeinschaften in rund 1.500 Diözesen weltweit. In den Diözesen wird die Bewegung in der Regel auf Einladung des Ortsbischofs tätig.

In Österreich entstand die erste Gemeinschaft des Neokatechumenats im Frühjahr 1974 in der Wiener Pfarre Döbling-St. Paul. Heute gibt es Gemeinschaften und Priester aus dem "Neokatechumenalen Weg" in mehreren österreichischen Diözesen, darunter in Wien, Linz, St. Pölten, Graz und Salzburg. Mit dem Missionskolleg Redemptoris Mater befindet sich am Wiener Wolfrathplatz auch eines der weltweit mehr als 100 vom "Neokatechumenalen Weg" getragenen Priesterseminare.

(KAP)