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Nach Diakonenweihe: Arzt und früherer Polizist auf dem Weg zum Priestertum

Maria Anzbach, 08.12.2014 (dsp) Die Diözese St. Pölten freut sich nach der Weihe des früheren Polizisten Martin Hochedlinger und des Arztes Herbert Weissensteiner über zwei neue Diakone. Diözesanbischof Klaus Küng weihte die beiden Priesterseminaristen in der Wallfahrtskirche Maria Anzbach. Sie sind auf dem Weg zum Priestertum, die Weihe ist traditionell rund um das Hochfest Peter und Paul Ende Juni. Der St. Pöltner Bischof schmunzelte: „Es braucht natürlich gute Ärzte und Polizisten. Aber ich freue mich auch sehr über ihren künftigen geistlichen Dienst.“
Predigt im Wortlaut

„Alle Getauften und Gefirmten sollten das Verlangen haben, dass der Herr kommt: zu ihnen und zu den anderen; und alle sollten den Wunsch haben, ihm den Weg zu bereiten. ‚Ebnet ihm die Straßen‘ lautet der Auftrag“, betonte Bischof Küng in seiner Predigt. Mit den beiden Weihekandidaten verbinde sich freilich eine besondere Hoffnung: „Sie sind bereit, ihr Leben ganz in den Dienst seines Kommens zu stellen. Sie erklären feierlich, dass sie sich zum Dienst in der Kirche weihen lassen und zum Wohle des christlichen Volkes in selbstloser Hingabe den Bischof und die Priester als Diakone unterstützen wollen.“
Als Diakone würden sie sich weiters bereit erklären, „den Schatz des Glaubens treu zu hüten und diesen Glauben gemäß dem Evangelium und der Überlieferung der  Kirche in Wort und Tat zu verkünden“. Zum Zeichen ihrer Hingabe an Christus bekunden sie ihre Bereitschaft, ehelos zu leben und Männer des Gebetes zu werden. Zusammen mit dem Volk Gottes und für das Volk, ja, für die ganze Welt werden sie Tag für Tag das Stundengebet der Kirche verrichten. Sie versprechen, den Armen und Kranken beizustehen und allen den Leib und das Blut des Herrn zu bringen. Schließlich geloben sie Gehorsam. All das stehe im Dienst des Kommens Gottes und entspreche dem, was sie als Ziel ihres Lebens erkannt haben. Mit ihrem Dienst seien sie eine große Hoffnung für das Volk Gottes.

Jede Weihe eines Priesteramtskandidaten sei ein Grund zu Freude und zu Zuversicht. Ihre Aufgabe werde es sein, „in der Verkündigung einzusteigen, sich in dieses Abenteuer einzulassen und mitzuhelfen, damit Gottes Wort bei den Menschen ankommt, sie erreicht, in die Herzen eindringt und Wirksamkeit entfaltet“. Die frischgeweihten Diakone sollen im Dienste gelebter Nächstenliebe stehen, sie fördern und erwecken, in ihr allen Gläubigen vorangehen.

Zu bedenken sei: „Mittun müssen wir alle. Alle sind wir aufgefordert mitzuarbeiten mit der Gnade des Herrn. Es geht darum, Berge und Hügel abzutragen, Täler einzuebnen und, was krumm ist, soll gerade werden. Gott hilft uns, stärkt uns, leitet uns. Papst Franziskus betont es bei jeder Gelegenheit: der notwendige Aufbruch geht absolut alle an.“ Bischof Küng dankte den Familien und den Angehörigen der Geweihten für ihren Beistand und ihr Gebet.

Die beiden Geweihten

Martin Hochedlinger stammt aus der Pfarre Neustadtl/Donau. Hochedlinger, der am Donnerstag 40 Jahre alt wurde, war zuvor Einzelhandelskaufmann und Polizist. Nach eingehender Prüfung seiner Berufung begann er das Theologie-Studium an der Philosophisch-Theologischen Hochschule St. Pölten. Derzeit wirkt er pastoral in Maria Anzbach und Eichgraben. Entsprechend seiner Berufung sagt er: „Mit Gottes Hilfe bin ich bereit.“

Die Heimatpfarre von Herbert Weissensteiner, 63, ist Hoheneich im Waldviertel. Nach der Matura studierte er Psychologie, Psychiatrie, Psychopathologie und Philosophie. Er eröffnete eine eigene Praxis als klinischer Psychologe und Gesundheitspsychologe in Hoheneich. Nach dem Theologiestudium verspürte er eine Berufung zur Weihe.

Predigt im Wortlaut