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KAV-Adventgespräch zu Wirtschaftsordnung: „Wir sind nicht ohnmächtig, sondern untätig“

St. Pölten, 04.12.2014 (dsp) Beim traditionellen Adventgespräch des diözesanen Katholischen AkademikerInnenverbandes (KAV) rief der renommierte Referent Prof. Heinrich Wohlmeyer dazu auf, selbst die Welt, die Politik und die Wirtschaftsordnung zu verändern.

Der Honorarprofessor für Ressourcenökonomie und Umweltmanagement an der Boku Wien meinte, wir seien nicht ohnmächtig, sondern untätig: „Wenn jeder von uns jährlich einen Menschen von einem besseren Lebens- und Gesellschaftsentwurf überzeugt, wäre in 35 Jahren das Angesicht der Erde durch so einem Schneeballeffekt verändert.“ Wohlmeyer wies im St. Pöltner Bildungshaus St. Hippolyt ua. auf die überbordenden Staatsschulden hin: in einigen Jahrzehnten könnten die Einnahmen nur mehr für die Schuldentilgung verwendet werden, so Berechnungen. Weiters warnte er vor extremer Arbeitslosigkeit und wir würden an ökologische Grenzen stoßen.

Um etwas zu erreichen, müsse man das Ziel kennen und wenn man dieses Ziel kenne, „wie ist man dann aufzuhalten?“, fragte er optimistisch. Viele Sachzwänge seien menschengemacht und daher veränderbar. Zwei Voraussetzungen, um negativen Tendenzen entgegenzusteuern wären: Wissen, was wir wollen und verstärkte Vernetzung jener, die etwas bewirken wollen.

Konkret erwähnte der Buchautor die Idee einer Internationalen Währungsunion mit geordneten Wechselkursen und Handelsbilanzen oder ein Rohstofflenkungsabkommen. Nicht nur im Großen könne viel bewegt werden, auch im Kleinen. Als Beispiel nannte Wohlmeyer umweltfreundliche Hackschnitzlheizungen, die einst belächelt waren und heute in zahllosen Haushalten zu finden sind.

Den Abend leitete der Geistliche Assistent des Katholischen AkademikerInnenverbandes, H. Mauritius Lenz, mit einer Andacht ein.