Katholisch-orthodoxer Schulterschluss in Heiligenkreuz | Referat für Kommunikation
 

 
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Katholisch-orthodoxer Schulterschluss in Heiligenkreuz

Die jüngsten Begegnungen zwischen Papst Franziskus und Patriarch Bartholomaios I. können die Ökumene maßgeblich voranbringen: davon zeigen sich der orthodoxe Metropolit von Österreich, Arsenios (Kardamakis), und der Heiligenkreuzer Abt Maximilian Heim überzeugt.

Im Miteinander von Papst und Patriarch, aber auch im Zeugnis der christlichen Märtyrer der Gegenwart werde deutlich, "dass die Christen unterschiedlicher Konfession zusammen gehören", betonten Arsenios und Heim im Rahmen einer Begegnung im Wienerwald-Stift Heiligenkreuz.

Gerade im Dialog mit den anderen Weltreligionen müsse die Christenheit "mit einer Stimme sprechen" - den "Luxus der Trennung" könne man sich nicht mehr leisten, so Metropolit Arsenios. "Wir müssen unsere christliche Einheit pflegen und uns gemeinsam für die christlichen Wurzeln des Kontinents einsetzen". Es sei die Aufgabe der Christen, einander zu stützen und zu stärken, stimmte Abt Maximilian Heim dem zu. Zu drängen sei etwa gemeinsam auf die Wiedereröffnung der orthodoxen Theologischen Hochschule und des angeschlossenen Priesterseminars auf der Marmara-Insel Chalki.

Bei dem Gespräch, das aus Anlass der Erinnerung an den Besuch des Ökumenischen Patriarchen in Stift Heiligenkreuz vor zehn Jahren stattfand, betonte der Präsident der Stiftung "Pro Oriente", Johann Marte, außerdem, dass ökumenische Differenzen nicht selten auf "Missverständnisse der Interpretation von Glaubenssätzen" zurückzuführen seien. Zudem verwies Marte darauf, dass sich bei den von "Pro Oriente" initiierten Dialog-Veranstaltungen immer wieder gezeigt habe, wie stark "außertheologische Faktoren" für Konflikte verantwortlich seien: "Es trennen uns die Mentalitäten".

Weiters kündigte Marte ein großes theologisches Kolloquium für den 8. November an, bei dem - aus Anlass des 50-jährigen Bestehens der Stiftung - über die Grenzen der Ökumene diskutiert werden solle.

(KAP)