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Frauenorden starteten ins „Jahr der Orden“

Schwester Hildegund Kammerhofer, Monika Riedler, Schwester Michaela Gehart, Anna Rosenberger

St. Pölten, 09.12.2014 (dsp) „Geistlich leben – im Spiegel der Gesellschaft“ – das war das Thema der ersten Veranstaltung mit dem die diözesanen Frauengemeinschaften das „Jahr der Orden“ offiziell starteten.

Das Lob der Schöpfung bildete den Mittelpunkt des Gebetes im Mary-Ward-Haus in St. Pölten am Beginn der Veranstaltung. Drei Frauen blickten in ihren Statements aus unterschiedlichen Richtungen in den Spiegel der Gesellschaft. Schwester Hildegund Kammerhofer, Franziskanerin aus Langenlois, als Ordensfrau und Franziskanerin, bewegte vor allem die Frage „Sind wir wichtig für die Gesellschaft, für die Kirche? Wie verstehen wir uns als geistlich lebende Menschen in diesem Kontext?“ – „ Ja, wir sind Zeuginnen für die christliche Botschaft und dürfen und müssen Stimme sein für andere – besonders auch im Blick auf die seelsorgliche Not in der Gesellschaft.“ – so Sr. Hildegund weiter.

Anna Rosenberger, Familienmutter, engagierte Katholikin und Vorsitzende der Katholischen Frauenbewegung der Diözese St. Pölten sprach über ihre grundlegenden Erfahrungen des christlichen und geistlichen Lebens. „Es brennt in mir von Jugend auf, dass ich, dass wir geliebte Kinder Gottes sind“ so beginnt sie ihren Beitrag. Sie schildert ihre Bezugspunkte zum christlichen Glauben, ihre prägenden Begegnungen mit Ordensfrauen, entfaltet anschließend ihr Engagement für die Frauen in der Kirche. Am Beispiel der heiligen Katharina von Siena, die 2014 zur Patronin und Wegbegleiterin für die KFB gewählt haben, ermutigte sie, dem Evangelium ein Gesicht zu geben und wie Mirjam in der Bibel „von Gott berührt“ zu leben.

Monika Riedel ist Mitglied im Säkularinstitut Ancilla Christi Regis. Diese leben mitten in der Welt ohne erkennbares gemeinsames geistliches Zeichen. Säkularinstitute sind entstanden zwischen den beiden Weltkriegen um „Salz und Sauerteig“ in dieser Welt zu sein und um die Welt von innen zu heiligen. Sie leben ein einfaches Leben im Gehorsam gegen Gott und die Kirche und halten an der ehelosen Lebensweise „um des Himmelreiches willen“ fest. Eine grundlegende Herausforderung sieht Monika Riedel darin „die Zeichen der Zeit“zu erkennen – „Und was bedeutet das für mich? Was beobachte ich? Was sind die Zeichen in der Gesellschaft?“ Auf diese Frage versuchte sie eine Antwort zu finden. Die bewusst gewählte Lebensform als Mitglied eines Säkularinstitutes helfe ihr den „Reichtum der eigenen Spiritualität zu entdecken, zu heben und weiterzugeben“. Dies sei – wie alles Leben – bruchstückhaft und unfertig. Und darin liege einerseits die Herausforderung und sie erlebe darin

Die nächste Begegnung zum „Jahr der Orden“ findet im Kloster der Karmelitinnen in Maria Jeutendorf am 11. März 2015 statt.

Foto v.l.n.r.: Schwester Hildegund Kammerhofer, Monika Riedler, Schwester Michaela Gehart, Anna Rosenberger