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Flüchtlinge: Caritas St. Pölten schafft neue Anlaufstelle

Mag. (FH) Cornelia Gattringer - Foto: Caritas

St. Pölten, 10.10.2014 (dsp) Die Caritas der Diözese St. Pölten verstärkt die Anstrengungen zur Aufnahme von Flüchtlingen in NÖ: erstens mit mehr Personaleinsatz und zweites mit der Schaffung einer neuen Anlaufstelle in der Caritaszentrale in St. Pölten. „Die neue Anlaufstelle steht für Anfragen betreffend Flüchtlinge und Quartiere ab sofort zur Verfügung“, sagt Caritasdirektor Friedrich Schuhböck. Besonders den Pfarren, sowie den Freiwilligen und Ehrenamtlichen in den Pfarrgemeinden soll hier mit wichtigen Informationen geholfen werden.

Mag. (FH) Cornelia Gattringer übernimmt diese Aufgabe. Sie wird auch mithelfen sicherzustellen, dass zugeteilte Flüchtlinge in den Pfarren menschenwürdig leben können. Cornelia Gattringer ist seit neun Jahren bei der Caritas. Sie hat viele Jahre als Referentin der youngCaritas gearbeitet und ist im Bereich der Freiwilligenarbeit engagiert. Cornelia Gattringer ist Absolventin der Fachhochschule St. Pölten, Studienzweig Soziale Arbeit.

„Auf den Caritas-Brief an die Pfarren im August sind bereits einige Unterkünfte für Flüchtlinge zustande gekommen bzw. in Vorbereitung“, sagt Caritasdirektor Friedrich Schuhböck. Bei größeren Objekten ist es schwierig, da hier auch die Zustimmung der Bürgermeister und eine Vereinbarung mit dem Innenministerium notwendig sind.

Mit der Betreuung der Flüchtlinge im Rahmen der gesetzlichen Grundversorgung ist im Gebiet der Diözese St. Pölten die Diakonie von der NÖ Landesregierung beauftragt. „Wir arbeiten hier sehr eng und konstruktiv mit der Diakonie zusammen und unterstützen sie auch bei der Suche nach Flüchtlingsquartieren in NÖ“, sagt Caritasdirektor Schuhböck.

Caritas Österreich konnte durch Spenden bisher 76.000 Menschen helfen 

Über 9 Millionen Menschen haben nach fast vier Jahren Krieg in Syrien ihre Heimat verloren, bisher wurden Schätzungen zufolge mehr als 190.000 Menschen getötet. In Syrien selbst sind über 5 Millionen Kinder vom Konflikt betroffen, in den Nachbarländern sind über 1,5 Millionen Kinder als Flüchtlinge registriert.

Die Caritas Österreich hat seit Ausbruch des Konflikts im März 2011 insgesamt 76.000 Menschen, die Hälfte davon Kinder, mit Lebensmitteln, Hygieneartikeln, Decken, Matratzen, Winterkleidung, medizinischer Hilfe in Jordanien, im Libanon und in Syrien unterstützt. Dafür wurden 5,5 Millionen Euro für Nothilfe zur Verfügung gestellt. Ich möchte mich bei den Österreicherinnen und Österreichern bedanken, die diese Hilfe durch ihre Spende erst möglich gemacht haben“, so Michael Landau.

Hilfe wird verdoppelt!

Aufgrund der vielen aktuellen Krisenherde hat die Caritas zu Sommerbeginn mit einem dramatischen Spendenappell um verstärkte Hilfe aufgerufen, um dringend benötigte Hilfsprojekte nicht einstellen zu müssen. Dank der großen Unterstützung durch die Österreicherinnen und Österreicher sind diese Programme nun für ein weiteres Jahr gesichert.

„Mit den Erlösen aus der heurigen Caritas-Spendenaktion ‚Wir müssen unsere Hilfe verdoppeln‘ können 2014, 2015 Initiativen in den Bereichen Schulbildung und Versorgung mit Nahrungsmitteln vor allem für Kinder ausgeweitet werden. So bekommen in einem ersten Schritt ab Oktober 4000 Schulkinder im Libanon und Jordanien täglich eine gesunde Jause“, berichtet der Caritas Präsident.
In Jordanien werden 2.800 Babies und Kleinkinder mit Milch und Windeln versorgt. Ihre Familien erhalten ebenfalls ein Hygienepaket mit Utensilien des täglichen Bedarfs und Lebensmittelpakete bestehend aus getrockneten und frischen Lebensmitteln.

„Die Kinder müssen im Zentrum unserer Hilfe stehen - sie sind die schwächsten Opfer der Katastrophe und gleichzeitig die Zukunft ihres Landes. Wir müssen ihnen ein bisschen Normalität bieten und auch die Chance auf eine Ausbildung, sodass sie in der Lage sind, ihr Land wieder aufzubauen sobald Frieden eingekehrt ist“, so Michael Landau.

Hilfe durch den harten Winter

Gemeinsam mit der ORF-Aktion Nachbar in Not und teilweise finanziert von der österreichischen Entwicklungszusammenarbeit, wird syrischen Flüchtlingen im Libanon und in Jordanien mit Lebensmittelpaketen, Hygieneartikel sowie Decken, Matratzen und Kleidung, sowie medizinischer Grundversorgung geholfen: In Jordanien waren das bisher 41.000 Menschen, im Libanon 14.000 und in Syrien 21.000, denen so geholfen werden konnte.

„Jetzt geht es darum, die Menschen durch den bevorstehenden Winter zu bringen.1.200 Haushalte, etwa 6.000 Menschen, die Hälfte davon Kinder, werden mit den wichtigsten Utensilien für den Winter ausgestattet. Eine Familie erhält einen Gasofen, 5 dicke Winterdecken, sowie Winterkleidung und feste Schuhe für alle“, erläutert Landau die nächsten Schritte der Hilfe.

Hilfe im Nordirak

„Die Caritas hilft dort, wo die Not der Menschen am größten ist. Aktuell werden 20.000 Menschen im Nordirak mit dem Lebensnotwendigsten versorgt“, so der Caritas Präsident und weiter, „dringend gebraucht werden in dieser besonders dramatischen Situation Nahrungsmittel, Hygieneartikel und Medikamente. Diese Hilfe sichert Überleben!“

Ihre Spende hilft:
Schon mit 7 Euro monatlich kann ein Kind mit Lebensmitteln versorgt werden – mit 14 Euro sogar zwei.
IBAN: AT92 6000 0000 0770 0004
BIC: OPSKATWW
Kennwort: Katastrophe Hunger
www.cartias.at/hunger