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Familienfragebogen: Ziel ist bessere Vermittlung der kirchlichen Lehre

Foto: stock

St. Pölten, 21.01.2014 (dsp) „Der Fragebogen war nicht als Meinungsumfrage gedacht, sondern diente dazu festzustellen, wie die Lehre der Kirche zu den Themen Ehe und Familie rezipiert, verstanden und umgesetzt wird“, erklärt Helmut Prader, Bischofsvikar für Ehe, Familie und Lebensschutz der Diözese St. Pölten, zum vatikanischen Fragenkatalog zur Vorbereitung auf die Bischofssynode im Oktober 2014. „Bei der Bischofssynode wird es nicht darum gehen, die Lehre der Kirche zu ändern, sondern neue und bessere Wege der Verkündigung zu finden und den Eheleuten und Familien zu helfen, die Lehre der Kirche umzusetzen und freudig zu leben.“

In der Diözese St. Pölten wurden insgesamt 156 Formulare mit den Original-Fragen des Vatikans ausgefüllt; österreichweit waren es rund 500 Stück. 35 Stück sind handschriftlich eingegangen, 121 wurden über das elektronische Formular eingegeben, davon 3 von Gruppen oder Gemeinschaften, so Markus Mucha vom Bereich Familie der Pastoralen Dienste, der die Fragebögen ausgewertet hat.
64 Frauen und 83 Männer, davon 9 Priester und 3 Diakone, haben die Fragen beantwortet (Rest auf 156: unbekannt). Davon haben 25 ledig, 6 standesamtlich verheiratet, 71 kirchlich getraut, 6 geschieden und 5 verwitwet als Familienstand angegeben (Rest: keine Angabe). Alle Teilnehmer an der Umfrage haben „römisch-katholisch“ als Religionszugehörigkeit angegeben.

In vielen Rückmeldungen zeige sich, dass nur eine sehr geringe Zahl von Katholikinnen und Katholiken genauere Kenntnis von der Lehre der Kirche zu Ehe und auch der Natürlichen Empfängnisregelung haben, fasst Mucha die Ergebnisse zusammen. Von vielen werde „die komplizierte und dadurch schwer verständliche Formulierung der lehramtlichen Schreiben“ als Grund angegeben, warum die Menschen diese nicht lesen und verstehen würden.Auch die großen Unterschiede in der Handhabung der Regeln der Kirche wurden kritisiert, so Mucha: „Sehr häufig werden auch diese Regeln in Frage gestellt.“

Die Auswertung der Antworten des Fragebogens zum Thema Ehe und Familie bestätigt, „was die pastorale Realität ist“, ergänzt Bischofsvikar Prader: „Es ist in den letzten Jahrzehnten nur in ganz begrenztem Rahmen gelungen, die Lehre der Kirche zu den Themen Ehe, Familie, Sexualität, Empfängnisregelung und Empfängnisverhütung zu vermitteln.“