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Bischof Küng und Prälat Schrittwieser als Telefonseelsorger

Bischof klaus Küng als Telefonseelsorger

St. Pölten, 10.12.2014 (dsp) Prominente Gesprächspartner verstärken in der Adventszeit das Team der Telefonseelsorge der Diözese St. Pölten. Wie jedes Jahr wird Diözesanbischof Klaus Küng am Vorabend des Weihnachtsfestes, am 23. Dezember, von 17 bis 20 Uhr unter der Gratis-Nummer der Telefonseelsorge 142 erreichbar sein. Bereits am 20. Dezember hat Prälat Franz Schrittwieser, Bischofsvikar für die kategoriale Seelsorge, ein „offenes Ohr“ für die Hilfe und Rat suchenden Menschen – ebenfalls zwischen 17 und 20 Uhr.

Jedes Jahr verbringen etwa 10% der Österreicherinnen und Österreicher ein einsames Weihnachtsfest, das sind rund 700.000 Erwachsene, wie Susanne Rasinger, Leiterin der Telefonseelsorge Niederösterreich berichtet. Die Hauptthemen seien in der Weihnachtszeit die gleichen wie im übrigen Jahr, „die Emotionalität ist jedoch deutlich anders“. Es gehe vor allem um zwischenmenschliche Konflikte, die zu Weihnachten stärker bewusst werden, um Einsamkeit, Generationenkonflikte und Unversöhntheiten. Auch der Verlust von geliebten Menschen werde in der Weihnachtszeit stärke empfunden, ebenso Schicksalsschläge und Kränkungen. Weitere Themen seien Suchtproblematik und Existenzängste.

„Für manche Menschen ist Weihnachten kein Grund zum Feiern“, gibt Rasinger zu bedenken. „Sie fühlen sich allein gelassen, einsam, traurig, unverstanden.“ In solchen Stunden und Tagen könne das offene Ohr und die Zuwendung eines neutralen Gesprächspartners „sehr viel weiterhelfen“. Die Telefonseelsorge sei daher auch am Heiligen Abend und an den Feiertagen rund um die Uhr unter der kostenlosen Notrufnummer 142 erreichbar.
Gerade der Heilige Abend sei emotional „hoch aufgeladen“, so Rasinger, rufe er doch das Bedürfnis nach Liebe Geborgenheit und Beheimatung besonders hervor. Auch werde das Weihnachtsfest im Vorhinein oft „mit der rosaroten Harmoniebrille“ gesehen und mit unrealistischen Idealvorstellungen verbunden. Beides könne zu Enttäuschungen und Konflikten führen.

2014: Notrufnummer über 63.000 Mal gewählt

In der Telefonseelsorge Niederösterreich waren von Jänner bis Dezember 2014 75 Frauen und Männer ehrenamtlich tätig. In ganz Österreich nehmen rund 800 ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Anrufe entgegen. Leitung, Organisation und Verwaltung werden in St. Pölten von zwei hauptamtlichen Mitarbeiterinnen wahrgenommen.

2014 gab es in der Telefonseelsorge NÖ ein Gesprächsangebot von 9.172 Stunden. 63.199 Mal wurde zwischen 1. Jänner und 30. November die Nummer der Telefonseelsorge 142 gewählt. Daraus ergaben sich 18.301 längere Gespräche mit einer Gesamtgesprächsdauer von 2.945 Stunden.
Über die Online-Beratung gab es österreichweit 1681 Kontakte, 194 davon durch die Telefonseelsorge NÖ. Die größte Altersgruppe sind hier die 21- bis 25-Jährigen, deren häufigste Themen Beziehungsprobleme, Einsamkeit und psychische Erkrankungen. Für Herbst 2015 ist zusätzlich eine Chatberatung geplant.