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Bischof Küng: Heilige Familie Vorbild für jede christliche Familie

Bischof Küng: Heilige Familie Vorbild für jede christliche Familie

St. Pölten, 28.12.2014 (dsp) „Die Heilige Familie ist unvergleichlich, eigentlich nicht nachahmbar, und doch werden in der Bibel und in den Ereignissen, die dargelegt werden, Haltungen aufgezeigt, die für jede christliche Familie wichtig sind“, betonte „Familienbischof“ Klaus Küng zum Fest der Heiligen Familie.
Predigt im Wortlaut

Es habe Sinn, gottverbunden zu leben. Eine amerikanische Pfarre, die mit Bedauern festgestellt hatte, dass nur wenige junge Paare heirateten, habe überlegt, was sie tun könnten. Sie ließen eine Untersuchung durchführen und das Ergebnis war: „Ein Paar, das gemeinsam betet, hat bessere Chancen; wenn es regelmäßig den Gottesdienst besucht, steigen die Chancen; wenn beide regelmäßig die Sakramente empfangen und echt um ein christliches Leben, um Verbesserung bemüht sind, dann geht das fast sicher gut, trotz der Schwächen und Probleme, die sie haben mögen.“

 

Papst Franziskus habe in einem Gottesdienst für Verlobte gesagt, dass heute für viele junge Paare das „für immer“ der Ehe eine große Herausforderung darstelle und sie deshalb sehr oft zögern würden. Der Papst habe den Hinweis gegeben, dass man nur im Vertrauen auf den Beistand und die Gnade Gottes diesen Weg gehen und durchhalten könne. Und er fügte hinzu: „Und das ist Ehe! Aufbrechen und gemeinsam gehen, Hand in Hand, im Vertrauen auf die große Hand des Herrn... Mit diesem Vertrauen auf die Treue Gottes nimmt man alles in Angriff, furchtlos und verantwortungsvoll.“

 

Die Kirche habe die große Aufgabe, den Glauben bewusst und bekannt zu machen und zum Glauben als dem großen Halt und der großen Hilfe zu ermutigen. Im Konsistorium des vergangenen Februar habe Papst Franziskus zu den Kardinälen gesagt: „Es wird von uns verlangt, den leuchtenden Plan Gottes über die Familie hervorzuheben und den Familien zu helfen, ihn mit Freude in ihrem Leben umzusetzen, indem wir sie in vielen Schwierigkeiten begleiten.“ Das sei auch das Thema der außerordentlichen Bischofssynode im vergangenen September und es werde neuerlich Thema der ordentlichen Bischofssynode im Herbst des kommenden Jahres sein.

 

„Vielleicht werden manche von Ihnen fragen: Können wir jetzt schon etwas tun?“, so der Bischof.

Zunächst: es sei sicher richtig und sehr angebracht, ab sofort für Papst Franziskus, für seine Mitarbeiter und für die Synode sehr intensiv zu beten. Nochmals Worte von Papst Franziskus zu den Kardinälen im Februar: „Die Familie wird heute gering geschätzt, schlecht behandelt. Es ist an der Zeit zu erkennen, wie schön, wie wahr und gut es ist, eine Familie zu bilden, heute eine Familie zu sein; wie unentbehrlich es für das Leben der Welt, für die Zukunft der Menschheit ist.“

Aber Beten allein wäre zu wenig. Es sei notwendig, Familie zu leben. Das Wichtigste sei heute das persönliche Beispiel des Vaters, der Mutter, der Geschwister, das persönliche Bemühen.

 

In einem Gottesdienst anlässlich eines Symposiums über die Familie habe der Papst die Anregung gegeben zu probieren, in der Familie drei Worte häufig zu verwenden: „Bitte – darf ich“? Er weitete die Frage ein wenig aus: „ Darf ich das tun? Möchtest Du, dass wir das tun? Möchtest Du, dass wir das so tun?“ Und er erläuterte: „Höflichkeit erhält die Liebe“

 

Das zweite oft zu wiederholende Wort laute: „Danke“. Der Papst sagte, wie wichtig es sei, einander Dank zu sagen, ein Wort der Anerkennung und der Liebe zu finden. Schließlich: „Entschuldigung“. Der Papst habe betont, wie grundlegend es sei, um Verzeihung zu bitten und Verzeihung zu gewähren.

 

Bischof Küng weiter: „Üben wir: das wird fast so schön sein wie die Darbringung der Gaben im Tempel, sicher Gott wohlgefällig und der Familie zum Heil. Und wenn wir Tag für Tag auf Gott hören und in unseren Nöten Christus suchen, Maria und Josef um Rat und Fürbitte ersuchen, werden wir ganz gewiss den Weg finden, der nach vorne führt, und auch andere werden ihn finden, weil sie an uns sehen, dass es uns trotz unserer Schwächen gut geht.“

 

Predigt im Wortlaut

 

Foto: www.shutterstock.com